Glossar für Anfangsbuchstabe I
I
- i.m.a
i.m.a – information.medien.agrar e.V. (früher: Informationsgemeinschaft für Meinungspflege und Aufklärung). Aufgaben: Überregionale Zusammenarbeit mit den Einrichtungen ihrer Mitglieder, um die Bevölkerung über die Bedeutung der Landwirtschaft für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu informieren und über die Arbeits- wie Lebensbedingungen in der Landwirtschaft objektiv zu unterrichten. Die 1960 gegründete i.m.a hatte ihren Sitz über Jahrzehnte in Hannover und ist seit 1999 in Bonn angesiedelt. Sie leistet Öffentlichkeitsarbeit unter Einsatz aller Medien. Eine besondere Zielgruppe sind die allgemein bildenden Schulen. Für Schülerinnen und Schüler werden Unterrichtsmaterialien und für Lehrkräfte die dazugehörigen Unterrichtshilfen entwickelt und weitgehend kostenlos zur Verfügung gestellt. Die i.m.a-Arbeit wird durch Beiträge der Mitglieder und Fördermittel der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziert. Öffentliche Mittel stehen nicht zur Verfügung.
- Immission
Störungen, schädliche Stoffe in der Luft wie Rauch, Gase, Dampf, Gerüche, Geräusche und Erschütterungen. Immissionen aus der Tierhaltung sind Lärm, Staub und vor allem Geruchsstoffe als Stoffgemisch. Die Menge und Intensität der im Stall entstehenden Geruchsstoffe sind von Futter, Haltungsverfahren sowie von den Temperatur- und Feuchteverhältnissen der Stallungen abhängig. Geruchsimmissionen treten bei Düngung mit Wirtschaftsdünger auf. Moderne Ausbringtechniken, z.B. direkter Eintrag in den Boden mit Schleppschläuchen, minimieren diese Immissionen erheblich.
- Import
Einfuhr von Gütern – hier besonders der Agrarimport. Import von Nahrungs- und Genussmitteln findet bei allen Industriestaaten statt. Deutschland nimmt im Agrarhandel mit einem Import im Werte von 46,1 Mrd. € (2004) eine Spitzenposition ein. 71 % der Agrarimporte Deutschlands stammen aus den EU-Mitgliedsländern, davon 28 % aus den Niederlanden. Agrarimporte nach Deutschland bestehen vor allem aus Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs, mit großem Abstand folgen Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Bei vielen Nahrungsmitteln (Südfrüchte, Obst, Gemüse) und Genussmitteln (Kaffee, Tee, Kakao) ist die Bundesrepublik auf Importe angewiesen.
- Integrierter Pflanzenbau
Anbau- und Produktionsverfahren der Bodenproduktion einschließlich Obstbau, in der ökologischen und ökonomischen Erfordernissen Rechnung getragen wird. Der zunehmende Widerspruch im Ackerbau und Obstanbau zwischen Ökologie und Ökonomie führte zur Entwicklung des integrierten Pflanzenbaus. Dabei werden Verfahren so aufeinander abgestimmt, dass die Umwelt geschont wird und dennoch gute Erträge erzielt werden. Das beginnt mit der Fruchtfolge, es folgen Sortenwahl, Anbautechnik, Pflanzenernährung und Pflanzenschutzmaßnahmen. Diese Praktiken müssen auf die in dem jeweiligen Umfeld vorhandenen Gegebenheiten abgestimmt werden. Der Boden wird durch bedarfsgerechte Düngung (Löffeldüngung) und vom Befall abhängige Schädlingsbekämpfung (integrierter Pflanzenschutz) geschont. Außerdem hat der integrierte Pflanzenbau zum Ziel, typische Landschaftselemente zu erhalten und biologische Schädlingsbekämpfung beispielsweise durch Ackerrandstreifen und Feldgehölze zu begünstigen.
- Internationaler Währungsfonds (IWF)
Fonds, der 1945 zusammen mit der Gründung der Weltbank vereinbart wurde und 1947 seine Tätigkeit aufnahm. Ihm gehören jetzt 184 Länder an. Aufgabe ist, die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Währungspolitik zu fördern, Welthandel zu erleichtern, Stabilität der Wechselkurse zu sichern, Kredite zu gewähren. Der Internationale Währungsfonds ist für viele Entwicklungsländer und für andere Länder, die in Krisen geraten sind, ein unverzichtbares Hilfsinstrument. Die Auflagen, unter denen Hilfen gewährt werden, sind für die betroffenen Länder und die dort lebenden Menschenhart. Sie dienen jedoch dazu, das entsprechende Land wieder in den internationalen Handel einzubeziehen und dazu die vorhandene Verschuldung abzubauen.
Synonyme: Internationaler Währungsfonds, IWF
- Interventionspreis
Siehe Agrarreform, GAP, Agenda 2000.