Glossar für Anfangsbuchstabe S

S

Saatgut

Um beste Qualität der Pflanzen/Früchte/Knollen bei ihrem Anbau zu erreichen, werden neue Sorten in einem gründlichen und langwierigen Verfahren vom Bundessortenamt in Hannover geprüft und bei Einhaltung gesetzlich vorgegebener Kriterien zugelassenen. Sie genießen gegen unbefugten Nachbau Schutz (Sortenschutz).

Säen

Aussaat

Sämaschine

Maschinen zur Aussaat von Saatgut in vorbestimmter Menge und richtiger Tiefe, die von Traktoren gezogen werden. Oft sind sie mit Geräten zur Saatbettbereitung kombiniert. Je nach Saatgut gibt es unterschiedliche Maschinen.

Schadensprognose

Vorhersage zu Schäden durch Unkräuter, Insekten, Pilze und Viren. Zur Schadensprognose ist es notwendig, dass gezählt wird, wie viele Unkräuter auf einem Quadratmeter wachsen oder wie viele Insekten sich in welchem Entwicklungsstadium in dem jeweiligen Bestand befinden. Je nach Nutzpflanzensorte, Entwicklungsphase oder Witterungslage wird dann entschieden, ob der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln notwendig ist oder nicht. Für den integrierten Pflanzenbau sind Schadensprognosen unerlässlich. Sie erfordern Sachkenntnis und Erfahrung.

Schadensschwelle

Punkt, an dem der Ertragsverlust durch Schädlinge höher liegt als die Kosten zu deren Bekämpfung. Eine Schädlingsbekämpfung ist nur dann sinnvoll, wenn sie weniger kostet als die zu erwartenden Verluste und wenn sie ökologisch vertretbar ist.

Schädlinge

Tiere, die Nutzpflanzen fressen oder an ihnen saugen und sie dadurch im Wachstum behindern oder zum Absterben bringen. Außerdem Tiere, die Krankheiten übertragen. Zu den Schädlingen gehören vor allem Insekten, Milben, Fadenwürmer und Nagetiere. Finden Schädlinge günstige Lebensbedingungen vor (Monokulturen und große Flächen), können sie durch ihre Fähigkeit zur Massenvermehrung erhebliche Schäden anrichten.

Schädlingsbekämpfungsmittel

Pflanzenschutz, Pflanzenschutzmittel

Schaf

Wiederkäuender, z.T. Hörner tragender Paarhufer, in der Landwirtschaft wegen Wolle, Fleisch und Milch gehalten. Das Hausschaf stammt vom Wildschaf ab und ist schon vor über 10.000 Jahren in Kurdistan gehalten worden. In Deutschland ist heute das Fleisch der Schafe mehr gefragt als deren Wolle. Milch hat für die Käseherstellung Bedeutung. Männliche Tiere werden Bock oder Widder, wenn sie kastriert sind Hammel oder Schöps, genannt. Für Mutterschafe gibt es auch den Ausdruck Zibbe oder Zippe. Die Jungtiere bezeichnet man als Lamm. Ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 75 und 200 kg. Die Tragzeit beträgt etwa 150 Tage. Meist werden ein bis zwei Lämmer geboren. Schafe können bis zu 20 Jahre alt werden und sind sehr genügsam. In Deutschland wird im Frühjahr (April bis Juni) die Schur der Schafe durchgeführt. Die geschorenen Tiere sind sehr empfindlich. Aus diesem Grunde werden Kälteeinbrüche im Juni auch „Schafskälte“ genannt. Für die Landschaftspflege spielen Schafe eine große Rolle, so die Heidschnucken in der Lüneburger Heide, weil sie das Aufwachsen von Bäumen verhindern. Auch die Grasnarbe auf den Deichen wird durch das Beweiden mit Schafen (Deichschafe, Deichlämmer) gestärkt (Festtreten des Bodens, Kurzhaltung des Bewuchses).

Schrot

Bezeichnung für zerkleinerte Getreidekörner und das bei der Verarbeitung von Ölfrüchten gewonnene Eiweißfutter. Aus Ölfrüchten werden in Ölmühlen Öl und Schrote oder Ölkuchen gewonnen Ölschrote werden wegen ihres Eiweißgehaltes verfüttert. Weltweit hat Soja bei den Ölschroten die größte Bedeutung, gefolgt von Baumwolle, Raps und Sonnenblumen. Die Leistungssteigerung bei Nutztieren ist auch auf die Verfütterung der Ölschrote als Eiweißfutter zurückzuführen.

Schwaden

Nach dem Mähen wird das getrocknete Gras (Heu) zu Streifen (Schwaden) zusammengelegt, zu Ballen gepresst und erst dann auf Wagen geladen. Früher waren zur Heuernte viele Arbeitskräfte notwendig, heute werden moderne Heuerntemaschinen eingesetzt oder das Gras zu Silage verarbeitet.

Schwein

Nutztier zur Fleischerzeugung. Als Nebenprodukt wird Haut zu Leder verarbeitet. Schweine sind schnell wachsende Allesfresser. Domestizierte Wildschweine wurden im Laufe der Jahrhunderte zu den heute üblichen Hausschweinen gezüchtet. Das frühere Landschwein, dessen Mastendgewicht sich auf 150 kg und mehr belief, ist von fettärmeren und schnellwüchsigeren Schweinen abgelöst worden. Diese „modernen“ Schweine haben vier Rippen mehr und liefern daher mehr Koteletts. Muttersauen in Ferkelerzeugerbetrieben werfen nach 3 Monaten 3 Wochen und 3 Tagen 10 bis 14 Ferkel. Die nach 3 bis 6 Wochen von der Muttersau „abgesetzten“ Ferkel werden als „Läufer“ in Gruppen großgezogen und kommen dann in Mastbetriebe. Bei der Schweinehaltung werden unterschieden: Zuchtbetriebe, die wertvolle Zuchtschweine liefern; Ferkelerzeugerbetriebe, in denen auch Kreuzungen ( Hybridzüchtungen) vorgenommen werden; Mastbetriebe, in denen die Läufer bis zu ihrem Schlachtgewicht gemästet werden. Die Mast beträgt ca. 5 Monate. Mit einem Lebendgewicht von 100 bis 110 kg werden die Schweine verkauft. Die Mast erfolgt mit Getreide und Mais sowie Eiweißfutter und Mineralfutter. Die Menge und Mischung wird dem jeweiligen Entwicklungsstand der Tiere angepasst ist. In gab es 2005 26,8 Millionen Schweine. Der Schweinefleischkonsum lag 2005 im Bundesgebiet bei rund 54,5 Kilogramm pro Kopf bei einem Selbstversorgungsgrad betrug von 93 %.

Schweinezyklus

Schwankungen zwischen größeren Schweinebeständen bei niedrigen Preisen und geringen Schweinebeständen bei relativ hohen Erzeugerpreisen. Das Grundmodell: Auf günstige Schlachtschweinepreise reagieren Landwirte mit einer verstärkten Nachfrage nach Ferkeln. So erzielen auch diese hohe Preise. Darauf reagieren die Zuchtbetriebe und Ferkelerzeugerbetriebe mit erhöhtem Angebot. Zeitliche Verzögerungen treten durch Zeiten bis zur Deckung der Sauen, Tragzeit, Ferkel- und Läuferzeit ein. Nach einem guten Jahr steigt das Angebot an schlachtreifen Schweinen, deren Preise sinken. Das hat zur Folge hat, dass die Erzeugung gedrosselt wird. Nach einiger Zeit beginnt der Schweinezyklus aufs Neue. Die Preisschwankungen bei Schweinen hängen heute außerdem von Einfuhren und plötzlich auftretenden Seuchen („Schweinepest“) ab.

Selbstversorgungsgrad

Maß, mit dem angegeben wird, wie viel Prozent der benötigten Agrarerzeugnisse im eigenen Land hergestellt werden. Bei einer Unterversorgung (unter 100 %) sind Importe notwendig. Die landwirtschaftliche Erzeugung ist von natürlichen und wirtschaftlichen Bedingungen abhängig. So ist der Selbstversorgungsgrad bei den einzelnen Nahrungsmitteln in Deutschland höchst unterschiedlich. Er betrug bei Weizen 139 % (2005/06), Zucker 132 % (2003/04) Gemüse .3 % (2003/04), Obst 10 % (2003/04), Kartoffeln 110 % (2003/04), Milch 102 % (2005), Rind- und Kalbfleisch 117 % (2005), Schweinefleisch 93 % (2005), Geflügel 80 % (2005), Eiern 69 % (2005). Unter Ausklammerung der Erzeugung aus importierten Futtermitteln lag 2003/04 der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln in Deutschland insgesamt bei 82 %. Unter Einbeziehung der Erzeugung auch mit Futtermitteln aus dem Ausland, belief sich der Selbstversorgungsgrad auf 89 %. Um von Schwankungen auf dem Weltmarkt unabhängig zu sein und die Versorgung zu angemessenen Preisen zu sichern, wird in der Europäischen Union (EU), verbunden mit den AKP-Staaten, versucht, einen hohen Selbstversorgungsgrad zu erreichen.

Seuchen

Tierseuchengesetz

Silage

Durch Gärung konserviertes Futter. Gräser, Mais, kleeartige Futterpflanzen, Ackerbohnen, Hafer, Rübenblätter und andere Früchte werden verdichtet und unter Luftabschluss in Silos eingelagert. Dadurch vermehren sich die Milchsäurebakterien, vergären den Zuckeranteil der Pflanzenmasse und bilden Milchsäure (Methode der Sauerkrautherstellung). So erhält das Gemisch einen säuerlichen Geruch und Geschmack. Gleichzeitig wird das Wachstum von Fäulnisbakterien verhindert. Nachdem die Gärung zum Stillstand gekommen ist, bleibt das silierte Futter für lange Zeit haltbar. Bei der Entnahme von Silage ist Vorsicht geboten, damit nicht zu viel Sauerstoff eindringt, der die Konservierung unterbrechen würde. Siliert wird heute überwiegend in Flach- oder Fahrsilos. Silieren hat zum Teil die früher für das Winterfutter üblichen Mieten bzw. die Haltbarmachung von Gras und Kräutern als Heu verdrängt.

Silo

Behälter bzw. Fläche zur Herstellung und Lagerung von Silage. Heute überwiegen Flach – oder Fahrsilos, bei denen das Futter mit einem Traktor auf einer Betonfläche festgewalzt wird und mit einer Folie abgedeckt wird. Die Runden Hochsilos, die oft noch zu sehen sind, werden i.d.R. aus arbeitswirtschaftlichen Gründen nicht mehr benutzt.

Silomais

Mais, bei dem die gesamte Pflanze noch vor der Körnerreife gehäckselt und zu Silage verarbeitet wird. Beim Corn-Cob-Mix wird nur der Maiskolben mit Spindel und Körnern siliert (Silage, Silo).

Soja

Hülsenfrucht, deren Bohnen zur Gewinnung von Öl und Sojaschrot (Eiweißfutter) verwendet werden. Die Sojabohnen enthalten 19 % Öl und 35 % Eiweiß (Rohprotein). Soja stammt aus Asien und Afrika und wurde zunächst in China und Japan kultiviert. Der Siegeszug von Soja begann mit dem Anbau in den USA und der Möglichkeit, Sojaschrot als Universal-Eiweißfutter in der Tierproduktion einzusetzen. In Deutschland wird etwa die Hälfte der verfütterten Ölschrote aus Soja gewonnen. Soja ist aus zwei Gründen in die politische Diskussion gekommen: Zum einen werden in den USA gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut, die resistent gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel sind. Diese Bohnen kommen undeklariert nach Europa (Gentechnik). Zum anderen wird Soja vermehrt in Südamerika angebaut. Es besteht die Gefahr, dass für den Sojaanbau tropischer Urwald abgeholzt wird.

Sommergetreide

Getreide (z.B. Hafer), das erst im Frühjahr gesät wird. Die Tendenz geht wegen der höheren Erträge dahin, Wintergetreide anzubauen. Im Gegensatz zum Wintergetreide benötigt die Saat keinen Kältereiz zum Schossen (Getreide, Entwicklungsstadien).

Sonderkulturen

Anbau von Nutzpflanzen außerhalb der üblichen Produktion von Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln und Ölsaaten. Zu den Sonderkulturen gehören u.a. Hopfen, Tabak, Wein, Gemüse und Obst.

Synonyme: Sonderkultur

Sonnenblume

Landwirtschaftliche Nutzpflanze zur Ölgewinnung (Ölfrüchte). Sonnenblumen stammen aus Amerika und werden seit 1600 in Europa angebaut. Sie enthalten in ihren Kernen ca. 42 % Öl und rund 19 % Rohprotein (Eiweiß). Sonnenblumenschrot wird auch als Viehfutter verwendet. Die Anbaufläche betrug 2005 in Deutschland 28.000 ha (entspricht 0,2 % der Ackerfläche).

Sortenschutz

Schutz für neu gezüchtete Sorten von Nutz- und anderen Kulturpflanzen. Nur der Züchter einer neuen Sorte darf gewerbsmäßig Saatgut von dieser neuen Sorte erzeugen bzw. erzeugen lassen. Im Regelfalle erzeugen Bauern das Saatgut im Auftrag der Züchter. Neu gezüchtete Sorten werden beim Bundessortenamt in Hannover angemeldet, geprüft und zugelassen (zertifiziertes Saatgut).

Soziologie des ländlichen Raumes

Spezialgebiet der Sozialwissenschaften, das sich mit Struktur und Veränderungen des ländlichen Raumes beschäftigt. Der ländliche Raum hat sich in den letzten 200 Jahren grundlegend verändert, besonders jedoch in den letzten Jahrzehnten. Deutschland war früher eine Agrargesellschaft. Landwirtschaft war der wichtigste Wirtschaftszweig. Bis zu 80 % der Bevölkerung lebten und arbeiteten dort. Dies war notwendig, weil 10 Landwirte nur etwa zwei weitere Menschen mit Nahrung versorgen konnten, während mittlerweile ein Landwirt 138 Menschen ernähren kann. Heute sind etwa 2,3 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig. Die Dörfer in Westdeutschland haben sich von Bauerndörfern zu Wohnsiedlungen entwickelt. In der DDR versuchte man für die Landbewohner städtische Verhältnisse zu erreichen, sodass heute noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland zu bemerken sind (LPG, Agrarstruktur)

Synonyme: Soziologie des ländlichen Raums

Spelze

trockene Schale bzw. das Hüllblatt um die Fortpflanzungsorgane der Blüten von Gräsern. Beiden Getreidearten müssen vor der Weiterverwendung durch Schälen entfernt werden

Spurenelemente

Chemische Elemente, die Lebewesen nur in kleinsten Mengen aufnehmen, die sie jedoch für Wachstum und Entwicklung benötigen. So enthält Handelsdünger diese Elemente teils in Kombination mit anderen Pflanzennährstoffen. Auch dem Mineralfutter in der Tierproduktion werden diese Elemente beigemischt. Wichtige Spurenelemente sind u.a. Bor (B), Chlor (Cl), Eisen (Fe), Jod (J), Kobalt (Co), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo), Silicium (Si), Zink (Zn).

Stallmist

Organischer Wirtschaftsdünger aus dem Gemisch von Kot, Harn und gegebenenfalls Einstreu bei der Viehhaltung.

Stickstoff

Chemisches Element (N). Stickstoff ist ein wichtiger Bestandteil von Eiweiß und daher für alle Lebewesen von Bedeutung. Stickstoff ist ein Hauptbestandteil der Luft, kann jedoch in dieser Form von den Pflanzen nicht aufgenommen werden. Nur die Leguminosen haben an ihren Wurzeln Knöllchenbakterien, die Luftstickstoff binden und in eine lösliche Stickstoffverbindung überführen. Stickstoff war bei der Pflanzenproduktion immer ein Mangelelement. 1916 gelang es durch das Haber-Bosch-Verfahren, den Luftstickstoff zu binden und z.B. bei der Düngemittelherstellung einzusetzen.

Stickstoffdünger

Stickstoff ist ein unverzichtbarer Pflanzennährstoff, weil ohne Stickstoff die Pflanze kein Eiweiß bilden kann. Stickstoff kann den Pflanzen als Handelsdünger oder Wirtschaftsdünger zugeführt werden. Stickstoffverbindungen sind gut wasserlöslich. So kann Stickstoff von Feldern ins Grundwasser oder in Oberflächengewässer gespült werden und so in das Trinkwasser gelangen. Eine dem Bedarf der Pflanzen angepasste Düngung beugt Verunreinigungen der Gewässer vor.

Stroh

Ausgedroschene und getrocknete Getreidehalme, die nach der Ernte übrig bleiben. Stroh wird u.a. als Einstreu in der Viehhaltung und als Bau- und Energierohstoff verwertet, früher häufig für Strohhalme zum Trinken. Betriebe, die keine Viehhaltung betreiben, häckseln das Stroh bei der Getreideernte und lassen es auf dem Acker zurück, um die Humusbildung im Boden anzuregen.

Strukturpolitik

Politische Maßnahmen zur Verbesserung der Produktion und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft sowie im ländlichen Raum. Zu den Instrumenten der Strukturpolitik gehören u.a. die Dorferneuerung, Flurbereinigung, die Aussiedlung, die Landabgaberente, Maßnahmen zur Verbesserung der Marktstruktur, Maßnahmen zum Küstenschutz, die Preispolitik, die Sozialpolitik. Mit der EU-Strukturpolitik sollen die Regionen mit Entwicklungsrückstand, ländliche Problemgebiete und die Qualifikation der dort lebenden Menschen gefördert werden. Im Rahmen der Reformen der GAP soll zwischen der Marktpolitik und der ländlichen Entwicklungspolitik ein Gleichgewicht hergestellt werden.

Subventionen

Subventionen sind finanzielle Hilfen ohne unmittelbare Gegenleistung, die von staatlichen Institutionen an private Haushalte oder Unternehmen gegeben werden, aber auch Steuervergünstigungen und Gebührenermäßigungen oder -befreiungen und sogar Sozialleistungen. Für die Landwirtschaft sind Subventionen Finanzhilfen oder Steuervergünstigungen. Sie haben eine lenkende, korrigierende und/oder strukturumschichtende Wirkung. So sollen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft erhalten, ländliche Strukturen oder ländliche Räume entwickelt werden. Subventionen dienen auch dazu, Natur zu erhalten und sollen die ökologische Produktion fördern. Subventionen haben auch den Sinn, naturbedingte und wirtschaftliche Standortnachteile ausgleichen. Sie sollen Wachstum von Betrieben oder Betriebszweigen fördern. Einkommensausgleich zur Abfederung von Schwankungen der Marktpreise und soziale Sicherung sind weitere Ziele. Subventionsleistungen können von Seiten des Bundes, der Länder, Gemeinden und der EU erfolgen. In der EU wird im Rahmen der Agenda 2000 in der GAP von der Marktstützung auf Direktzahlungen umgestellt. So sollen Überproduktionen verhindert und die Einkommen der Landwirte gesichert werden. Gleichzeitig werden die ländliche Entwicklung gefördert und die Preise dem Weltmarktniveau angenähert. Agrarsubventionen sollen eine leistungs- und wettbewerbsfähige, marktorientierte und umweltverträgliche Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft realisieren (Agenda 2000, Agrarpolitik, Agrarreform).

Synonyme: Subvention