EU-Direktzahlungen sind unverzichtbar

BLHV wirbt um Unterstützung für dauerhafte und ungekürzte Gewährung von EU-Hilfen

15.10.2011

Auf die Bedeutung verlässlicher Direktzahlungen verwies BLHV-Referatsleiter Hubert God beim Landschaftspflegetag am 7. Oktober in Emmendingen-Hochburg. Er warb um Unterstützung für eine dauerhafte und ungekürzte Gewährung dieser EU-Hilfen.

Ausweislich des jüngsten agrarpolitischen Berichts der Bundesregierung, so God, machten Direktzahlungen 62 Prozent des Einkommens der deutschen Bauern aus und bei Betrieben mit „sonstigem Futterbau“ 127 Prozent. Die Halter der für die Landschaftspflege wertvollen Mutterkühe, Ziegen oder Schafe seien besonders stark auf die Einkommenswirksamkeit der EU-Direktzahlungen und Prämien angewiesen. Oberhalb eines Prämienanspruchs von 5000 Euro verlieren Landwirte bis 2012 bereits 10 Prozent der einkommenswirksamen Betriebsprämie durch Modulation, beklagte der BLHV-Referent.

Betriebe stützen

Der Strukturwandel werde weiter angeheizt, wenn die Einkommenswirksamkeit der Direktzahlungen durch Greening-Auflagen weiter geschmälert werde. Für Pflegearbeiten stünden dann immer weniger fleißige Hände zur Verfügung. God zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Naturschutzverbände in ihrer Bewertung der EU-Agrarreformpläne die berufsständische Haltung nicht unterstützen. Zur Notwendigkeit der Einkommenswirksamkeit hätten Naturschutzverbände und der Deutsche Verband der Landschaftspflege gegenteilige Auffassungen zum Berufsstand. Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, forderte „öffentliche Leistungen für öffentliches Geld“. Er sehe die Minderung der Einkommenswirksamkeit bereits als beschlossene Sache der EU an. Dazu verwies er auf die Legislativ-Vorschläge der EU-Kommission, die als Ziel der 1. Säule zur GAP zukünftig unter anderem auch die Biodiversität vorgeben würden.
 

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