Kommentar: An EU-Umfrage teilnehmen

13.04.2017

Rund 25000 Europäer haben bisher an der EU-Konsultation zur Gemeinsamen Agrarpolitik  (GAP) 2020 teilgenommen. Obwohl es um die europäische Agrarpolitik und schlussendlich auch um einkommenswirksame Leistungen der Landwirte geht, stellen jene bisher nur einen geringen Anteil an den Unterzeichnern der Umfrage.

 

Umwelt-NGOs (Nichtregierungsorganisationen) fahren schwere Geschütze auf, um ihre Sympathisanten zur Teilnahme zu bewegen. Diese sind bekanntlich mit Spendengeldern nicht unterversorgt und können sich große Werbekampagnen einfach leisten. Zudem sind NGOs hochmotiviert, denn sie wollen an die Direktzahlungen der Landwirte ran.

Direktzahlungen sind dafür da, bei Marktschwankungen, wetterbedingtem Ertragsausfall oder sonstigen unvorhersehbaren Ereignissen, welche die monetären Erträge der Landwirtschaft schmälern, eine verlässliche finanzielle Leistung für landwirtschaftliche Betriebe zu sein.

Ich würde behaupten, dass, wenn jetzt der „Sack zugemacht“ würde und eine neue Förderperiode auf Grundlage der Konsultationsergebnisse eingerichtet  würde, man dann  die Erste Säule einfach rausstreichen würde. Ja und dann? Dann „hätte, hätte, Fahrradkette!“

Zum Glück haben wir noch gute zwei Wochen Zeit, um uns zu beteiligen und mitzureden. Das Jahr 2020 beginnt auch nicht am 3. Mai, aber die Grundlage der künftigen Diskussion wird heute gelegt. Die Umfrage muss ein unstürzbares Fundament für den Erhalt der Ersten Säule werden und alle Landwirte haben es selbst in der Hand, dieses zu bauen, indem sie an der Konsultation teilnehmen.

Der BLHV hat eine Vorlage erstellt, mit der das Ausfüllen des Fragebogens zeitsparend und effizient erledigt werden kann. Die Vorlage steht im Mitgliederbereich der BLHV-Homepage (www.blhv.de) zur Verfügung.

 

Padraig Elsner, BLHV

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