Mehr Personal für die Flurneuordnung

13.11.2017

Als Konsequenz des Ausbaus der Rheintalbahn fordert der BLHV,  dass die gemeinsame Dienststelle Flurneuordnung Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen (GDS) mit mehr Personal ausgestattet wird.

Der Ausbau der Rheintalbahn ist ein Jahrhundertprojekt, das auch die Dienststelle für Flurneuordnung vor enorme Herausforderungen stellen wird. Frühzeitig muss ein Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen werden, zudem muss die Beregnung während und nach dem Bau der Bahntrassen sichergestellt werden, argumentiert der BLHV. Der Verband befürchtet, dass die Komplexität und das Ausmaß der Aufgaben die zuständigen staatlichen Stellen überfordern werden. Daher  erwartet er, dass die gemeinsame Dienststelle Flurneuordnung Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen (GDS) mehr Personal erhält.

In einem Schreiben an Minister Peter Hauk bat BLHV-Präsident Werner Räpple um eine Aufstockung der Dienststelle um ein weiteres komplettes Team sowie eine zusätzliche Koordinierungsstelle. Das Ministerium konnte bisher nur eine zusätzliche Stelle schaffen. Obwohl keine zusätzlichen Stellen in der GDS zur Verfügung stünden, so Hauk in seiner Antwort, habe er personelle Verstärkung in Form eines zusätzlichen Teamleiters in die Wege leiten können. So könne sich der Leiter der GDS in die Arbeit des Lenkungskreises beim Regierungsbezirk Freiburg einbringen. Verbandsinformationen zufolge ist das Team der GDS mit den laufenden 35 Verfahren mit rund 30000 Hektar und 8200 Teilnehmern sehr stark ausgelastet. Daher seien die anstehenden Verfahren der Bahn mit der aktuellen Personalausstattung nicht leistbar, erklärt der BLHV. Vorrausschauend müssten noch zusätzliche Abgänge durch Pensionierung kompensiert werden, weshalb ein neues Team unbedingt notwendig sei. Die Landwirte der Oberrheinebene hätten eine leistungsstarke Beregnungsstruktur geschaffen und ihr Anbaugebiet zu einem bundesweit einzigartigen Produktionsstandort gemacht, erklärt der BLHV. Dieser werde durch die siebenjährige Bauphase und die  folgende Zerschneidung massiv beeinträchtigt. Schon vor dem Trassenbau müsse daher eine Neuordnung der Beregnungsorganisation angegangen werden, fordert der BLHV. Dies betreffe weitläufige und komplexe Beregnungsnetze, die im Streckenverlauf von Mengen bis Buggingen von 20 Beregnungsverbänden verwaltet und organisiert würden. Deshalb sei ein staatlicher Koordinator unverzichtbar. Minister Hauk betont in seiner Antwort, dass die Neugestaltung der Beregnungsorganisation notwendig sei. Die  Koordination sei jedoch über den Lenkungskreis  zu bewerkstelligen und sei somit Aufgabe des Regierungspräsidiums Freiburg. Das Ministerium sei aber gerne zur Durchführung einer Informationsveranstaltung bereit – gemeinsam mit dem Regierungspräsidium, Beregnungsorganisationen, Fachverwaltungen und dem BLHV, so der Minister.

 

El

 

Schlagwörter zu diesem Artikel

Kommentare zu „Mehr Personal für die Flurneuordnung“

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Um Kommentare zu verfassen müssen Sie sich zunächst anmelden oder kostenlos ein Benutzerkonto registrieren.

Geben Sie Ihren BLHV-Benutzernamen ein.
Geben Sie hier das zugehörige Passwort an.