Nicht zweckentfremden

10.08.2012

Werner Räpple und Joachim Rukwied, die Präsidenten des BLHV und des LBV, haben sich für die Arbeitsgemeinschaft der badisch-württembergischen Bauernverbände in einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann gewandt. Es geht um Naturschutzziele und finanziellen Ausgleich.

Die beiden Präsidenten mahnen an, Land- und Forstwirte bei der Umsetzung der Naturschutzziele als Partner zu respektieren. Dies gelinge am besten auf der Basis von Freiwilligkeit und einem angemessenen finanziellen Ausgleich. Dem trage die geplante Naturschutzstrategie des Landes nicht ausreichend Rechnung.

Der baden-württembergische Weg des Vorrangs freiwilliger vertraglicher Regelungen und Beratung vor Ordnungsrecht muss auch für die Zukunft gelten, fordern die Präsidenten. Sie betonen, dass Mittel, die für die Umsetzung der Naturschutzstrategie notwendig sind, zusätzlich bereitgestellt werden müssen. Sie dürfen nicht aus der zweiten Säule (insbesondere Agrarumweltprogrammen) oder gar aus der ersten Säule verwendet werden.

Im bundesweiten Vergleich der Einkommen steht die Landwirtschaft in Baden-Württemberg an letzter Stelle. Baden-Württemberg weist einen hohen Anteil an benachteiligten Gebieten auf und hat einen erheblichen Nachholbedarf bei der Entwicklung der landwirtschaftlichen Strukturen. Diese Entwicklung würde beeinträchtigt, wenn das Land die für die Landwirtschaft vorgesehenen Mittel zur Umsetzung seiner Naturschutzstrategie verwenden würde, erläutern Räpple und Rukwied.

Kommentare zu „Nicht zweckentfremden“

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Um Kommentare zu verfassen müssen Sie sich zunächst anmelden oder kostenlos ein Benutzerkonto registrieren.

Geben Sie Ihren BLHV-Benutzernamen ein.
Geben Sie hier das zugehörige Passwort an.