Frost und Verkehrsprojekte im Fokus

12.05.2017

Auf Einladung von Karl Silberer, Vizepräsident des BLHV und Vorsitzender des Kreisverbandes Lahr,  machte sich die Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae (Bündnis 90/Die Grünen) ein Bild von den Frostschäden im Wein- und Obstbau.

 

Weitere Themen waren Auswirkungen regionaler Verkehrsprojekte.

Gastgeber Karl Silberer freute sich über das Interesse der Abgeordneten an der Landwirtschaft. Weitere Teilnehmer beim Vor-Ort-Termin  waren die BLHV-Kreisvorstandsmitglieder und Winzer Klaus Dorner und Frank Erb, Dr. Petra Breitenfeldt, Bezirksgeschäftsführerin des BLHV, Bürgermeister Eric Weide und Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf aus Schuttern.

Zunächst informierte Bezirksgeschäftsführerin Breitenfeldt, dass vom Frost betroffene Landwirte und Winzer sich in der Bezirksgeschäftsstelle  melden sollten. Der BLHV werde dann  Informationen zu Hilfsprogrammen an sie weiterleiten.

Landwirt Dorner berichtete, dass er solche flächendeckend starken Schäden von  bis zu 100 Prozent noch nie erlebt habe. Silberer mahnte, dass Land und Bund hier helfen müssten, da Frostversicherungen nicht für alle Sonderkulturen angeboten würden oder nicht rentabel seien. Bürgermeister Weide betonte, dass in Friesenheim insbesondere der Weinbau stark von den Frostschäden betroffen sei und die Schäden für einige Betriebe existenzgefährdend werden könnten.

Weide sprach außerdem die geplante Autobahnausfahrt Schuttern sowie das dritte und vierte Gleis der Rheintalbahn an. Hier sei die politische Entscheidung für die Autobahnparallele gefallen, es gehe nur noch um die Umsetzung, so Andreae. Daraufhin forderte Breitenfeldt, dies möglichst flächensparend durchzuführen. Klaus Dorner  forderte, dass  das dritte und vierte Gleis so nahe wie möglich an die Autobahn gelegt werden. Frank Erb regte die verstärkte Nutzung von Böschungen als Ausgleichsflächen an. Dies werde am Kaiserstuhl schon vorbildlich umgesetzt, die Pflege erledige der Landschaftserhaltungsverband, dafür gebe es Ökopunkte.

Die Bundestagsabgeordnete bat, dass sie über fortlaufende Änderungen und Planungen informiert werde, und berichtete, dass es erfahrungsgemäß bei In-frastrukturprojekten in dieser Größe selten konfliktfrei hergehe. Petra Breitenfeldt wies auf die Problematik der Besteuerung beim Verkauf von Landwirtschaftsfläche als Bauland hin. Durch die Entnahme aus dem Betriebsvermögen können hohe Steuern fällig werden. Vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag sollte der Verkäufer unbedingt seinen Steuerberater hinzuziehen.

 

df

 

 

Schlagwörter zu diesem Artikel

Kommentare zu „Frost und Verkehrsprojekte im Fokus“

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Um Kommentare zu verfassen müssen Sie sich zunächst anmelden oder kostenlos ein Benutzerkonto registrieren.

Geben Sie Ihren BLHV-Benutzernamen ein.
Geben Sie hier das zugehörige Passwort an.