Für Ökofachschule Hochburg

Benjamin Fiebig (2. v. l.) als neuer BLHV-Hauptgeschäftsführer
20.01.2012

Ebenso wie der Ökofachausschuss spricht sich auch der Verbandsvorstand des BLHV für die Einrichtung einer Fachschule für Ökolandbau in Emmendingen-Hochburg aus. Dies müsse in Ergänzung des bisherigen Fachschulangebotes modular erfolgen.

Der Verbandsvorstand begrüßt die Ankündigung der grün-roten Landesregierung, die Umstiegshilfe auf Biolandbau erneut anzubieten und das Schulungsangebot durch eine eigenständige Fachschule für den Ökolandbau zu verbessern.

Die wachsende Zahl von Biobetrieben in Südbaden und deren vergleichsweise hohe Betriebsdichte in der Raumschaft spreche dafür, in Emmendingen-Hochburg ein solches Qualifizierungsangebot zu etablieren. Angesichts der zentralen und historischen Bedeutung der Hochburg als erster badischer Ackerbauschule fordert der BLHV nachdrücklich, das Fachschulzentrum um den Fachschulzweig Ökolandbau zu erweitern. Die Vielfalt der Sparten und Wirtschaftsweisen der heimischen Landwirtschaft sollte sich nicht abgrenzend, sondern ergänzend und in modularen Angeboten widerspiegeln. Das entspreche sowohl dem historischen Grundkonzept dieser Schule als auch den aktuellen Bedürfnissen der Fachschüler.

Aus Sicht des BLHV muss bei der Standortentscheidung auch berücksichtigt werden, dass Südbaden in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche praxisbezogene landwirtschaftliche Kompetenzzentren verlor. Zuletzt wurde das Institut für umweltschonende Landwirtschaft (IfuL) in das Kompetenzzentrum Augustenberg integriert. Die Bündelung fachlicher Kompetenzen in Emmendingen-Hochburg könnte dafür einen teilweisen Ausgleich schaffen. Die setze allerdings voraus, dass das  Fachschulangebot mehrzügig konzipiert und qualifiziertes Personal bereitgestellt werde.

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