Bei Klimaschutzzielen die Verhältnisse beachten

03.11.2017

In seiner Stellungnahme zu den Klimaschutzzielen des Landes fordert der BLHV, dass die tatsächlichen landwirtschaftlichen Gegebenheiten im Land mehr Bedeutung haben müssen. Insbesondere warnt er vor Maßnahmen, die den Tierbestand in der Region verringern sollen.

Das Land soll die Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg bis 2030 um 42 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduzieren: So sieht es das Klimaschutzgesetz vor. Wie das Ziel erreicht werden könnte, wurde nun in einem Forschungsprojekt untersucht. Es sieht landwirtschaftliche Reduktionspotenziale in der Düngepraxis, durch die Ausweitung des Ökolandbaus sowie in der Verringerung der Emissionen aus der Tierhaltung.

Die zentrale Verantwortung der Landwirtschaft, die Versorgung der Bevölkerung mit nachhaltigen Lebensmitteln, darf nicht durch Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen gefährdet werden, so der BLHV. Da der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln aus der tierischen Erzeugung weit unter 100 Prozent liege, sei eine Abstockung des Tierbestandes unverhältnismäßig, erklärt der Verband. Ebenso bestehe in der Düngepraxis nur Handlungsbedarf in den Regionen, die sich durch  hohe Viehdichte und entsprechend hohen Nährstoffüberschuss auszeichneten. Auch die bodennahe Ausbringung von Gülle könne nicht überall umgesetzt werden. In den Steillagen des Schwarzwaldes sollte daher nach dem Grundsatz „die zweitbeste Lösung ist besser als keine“ verfahren werden, erklärte der BLHV.

 

El

 

Schlagwörter zu diesem Artikel

Kommentare zu „Bei Klimaschutzzielen die Verhältnisse beachten“

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Um Kommentare zu verfassen müssen Sie sich zunächst anmelden oder kostenlos ein Benutzerkonto registrieren.

Geben Sie Ihren BLHV-Benutzernamen ein.
Geben Sie hier das zugehörige Passwort an.