Naturschutz geht nur gemeinsam

17.07.2017

Um über vergangene Konflikte und bevorstehende Herausforderungen im Spannungsfeld Landwirtschaft und Umweltschutz zu sprechen, lud der BLHV die Abteilungspräsidentin der Abteilung Umwelt im Regierungspräsidium Freiburg, Elke Höpfner-Toussaint, in den erweiterten Verbandsvorstand ein.

Naturschutz kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Zusammenarbeit mit den Landwirten reibungsfrei abläuft, darüber sind sich alle Beteiligten einig, aber trotzdem kommt es immer wieder zu Konflikten und das geht zu Lasten beider Seiten.

Regelmäßig miteinander sprechen

Der Gesprächstermin mit Elke Höpfner-Toussaint bot den Vorstandsmitgliedern und Kreisvorsitzenden des BLHV die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit Vertretern des Naturschutzes mitzuteilen. Man war dabei weniger darauf aus, sich über die Vergangenheit zu beklagen. Vielmehr wollte man das gegenseitige Verständnis fördern. Um Landwirte in Zukunft von Beginn an über geplante Naturschutzprojekte zu informieren, damit ihre Anliegen frühzeitig  eingebunden werden können, schlug Höpfner-Toussaint eine Gesprächsrunde zwischen BLHV- und Behördenvertretern des Naturschutzes vor. Diese könne regelmäßig das Zusammenwirken bei regionalen Naturschutzprojekten besprechen und so Konflikten vorbeugen. Auch BLHV-Präsident Präsident Räpple betonte mehrfach die Bedeutung der Kommunikation auf Augenhöhe und nahm das Angebot der Abteilungspräsidentin dankend an. Vizepräsident Bernhard Bolkart bat eindringlich, das konstruktive Miteinander auf oberster Ebene auch nach unten weiterzugeben. Dazu solle die Abteilungsleitung in ihren Gremien das Bewusstsein für die Leistungen der Landwirtschaft stärken, empfahl Bolkart unter Zustimmung der Kreisvorsitzenden. So könnten die Naturschutzbehörden mit dazu beitragen, dass in der Öffentlichkeit nicht immer nur die Landwirtschaft als Schuldige für den Artenschwund genannt werde. Man wisse in den Behörden sicher, dass unter anderem Predatoren wie Fuchs oder Greifvögel für den Rückgang  geschützter Arten verantwortlich seien, so der neue Vorsitzende des Kreisverbandes Offenburg, Egon Busam. Das Thema Flächenverbrauch kam natürlich ebenfalls zur Sprache. So diskutierte man über die Probleme durch Ausgleichsflächen und unterstrich die Forderung nach flächenschonenden Verfahren für die Kompensation von baulichen Eingriffen. In diesen Zusammenhang erklärte Höpfner-Toussaint eindringlich, dass Flächenverbrauch durch Ausgleichsmaßnahmen eine ernstgenommene Angelegenheit im Regierungspräsidium sei. Um Ackerland vor Ausgleich zu schützen, habe man mit der Abteilung Landwirtschaft eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, erklärte Höpfner-Toussaint.

 

El

Schlagwörter zu diesem Artikel

Kommentare zu „Naturschutz geht nur gemeinsam“

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Um Kommentare zu verfassen müssen Sie sich zunächst anmelden oder kostenlos ein Benutzerkonto registrieren.

Geben Sie Ihren BLHV-Benutzernamen ein.
Geben Sie hier das zugehörige Passwort an.