BLHV zu Ferkelkastration

09.03.2017

In knapp zwei Jahren soll die betäubungslose Kastration von Ferkeln verboten werden. Die derzeit angebotenen Alternativen wie die Ebermast, die Impfung mit Improvac und die Kastration unter Vollnarkose sind für den BLHV  keine praxistauglichen Lösungen.

In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten im BLHV-Gebiet  bittet Präsident Werner Räpple darum, dass die Forschung und Entwicklung von Mitteln zur örtlichen Betäubung  vorangetrieben wird. Eine örtliche Schmerzausschaltung  könne  von den kleinen und mittleren Betrieben in Südbaden  umgesetzt werden, begründet Räpple seine Forderung und warnt vor weiteren Strukturbrüchen in der Schweinehaltung. In seinem Brief führt der Verbandspräsident  aus, dass eine Vollnarkose auch rechtlich nicht zwingend notwendig sei, dies belege ein Rechtsgutachten des LBV und des Bayrischen Bauernverbandes. Des Weiteren würden die Vermarktungspartner Fleisch aus der Ebermast ablehnen, zudem seien tierschutzwidrige Umstände in den Eberbeständen zu erwarten. Auch das Impfen mit „Improvac“ könne nicht zuverlässig verhindern, dass ungenießbares Eberfleisch in die Wertschöpfungskette gelangt. Die CDU-Abgeordneten Volker Kauder und Peter Weiß kündigten in ihren Antworten an, die Anliegen der südbadischen Tierhalter zu unterstützen. Man werde auf Industrie und Forschung einwirken, um schnellstmöglich praktikable Mittel auf den Markt zu bringen.

 

el

 

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