Info zur Afrikanischen Schweinepest

12.01.2018

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland hätte verheerende Folgen für den gesamten Veredelungssektor. Der BLHV beobachtet deshalb die Ausbreitung der Seuche in Richtung Westen mit großer Sorge. Am 16. Januar veanstaltet er zu dem Thema eine Fachtagung in Ichenheim.

Für den BLHV ist klar: Eine Einschleppung der ASP muss unbedingt verhindert werden. Dafür muss flächendeckend über die möglichen Infektionswege informiert und aufgeklärt werden. Zudem müssen Tierhalter auf eine einwandfreie Stallhygiene achten.

Auf einer Fachveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest informiert der BLHV gemeinsam mit der Veterinärverwaltung und dem Erzeugerring Ortenau über die wichtigsten Hintergründe. Sie  wird am Dienstag, 16. Januar, in Neuried-Ichenheim im Gasthaus Schwanen stattfinden.  Beginn ist um 14 Uhr. Dr. Klaus Danner vom Veterinäruntersuchungsamt Freiburg informiert über Ausbreitung und Übertragungswege sowie über die Diagnostik der ASP. Über die Sicherheitsmaßnahmen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb informiert Dr. Rudolf Span vom Veterinäramt Ortenaukreis. 

Jedes Aufkommen der Seuche in Deutschland hätte katastrophale Auswirkungen auf den Schweinefleischmarkt, da Staaten den Import von deutschen Schweinefleischprodukten sperren würden. Die Folge wäre ein dramatischer Preisverfall, gibt der BLHV zu bedenken. Der Deutsche Bauernverband (DBV) veranschlagt mögliche Verluste in Milliardenhöhe, denn nicht nur Schweinehalter wären betroffen, auch der nachgelagerte Verarbeitungs- und Vermarktungssektor müsste massive Verluste hinnehmen. Massive Investitionen in Präventionsmaßnahmen seien daher das Gebot der Stunde, ebenso müsse jetzt der Ernstfall bestens vorbereitet werden. In einem Positionspapier fordert der DBV Bund, Länder und Kommunen zum schnellen Handeln auf und stellt eine große Bandbreite an zwingend notwendigen Präventionsmaßnahmen vor. Im Vordergrund stehen hierbei achtlos weggeworfene Lebensmittel, sie gelten als Hauptverbreitungsquelle der Seuche. Hierbei geht es um kontaminierte Schweinefleischprodukte, wie zum Beispiel Salami aus den Verbreitungsgebieten der ASP, die insbesondere an Autobahnraststätten liegen bleiben. Werden kontaminierte Speisereste von Wildschweinen gefressen, werden sie zum potenziellen Überträger der Krankheit und können dann auch das Hausschwein infizieren. Daher müssen an allen Parkplätzen und Raststätten ausreichend standsichere und für Wildtiere und Vögel unzugängliche Müllbehälter vorgehalten werden, die  regelmäßig zu entleeren sind. Zudem müssen Reisende, Fernfahrer, Arbeitskräfte und Jäger aus den von der ASP betroffenen Regionen verstärkt über die Gefahren der Seuche aufgeklärt werden. Dafür sollten die bereits verwendeten Warnplakate des Bundesministeriums mit einfachen Bilddarstellungen wie Piktogrammen ergänzt werden, fordert der DBV. Das komplette Positionspapier finden Sie im Anhang.

 

El

 

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