Fürs Image an die Öffentlichkeit

02.02.2018

Neben organisatorischen Fragen, wie zur anstehenden Landesversammlung, war in der jüngsten Sitzung des BLHV-Fachausschusses Öffentlichkeitsarbeit vor allem eine neue Imagekampagne des Verbandes Diskussionsthema.

 

Mit einer langfristig angelegten Aktion will der Verband aktiv an die Öffentlichkeit gehen, um über die vielfältigen Lebensräume zu informieren, die die südbadische Kulturlandschaft für Insekten und andere Lebewesen bietet. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Blühstreifen, Brachebegrünungen und Zwischenfrüchte, die im Ackerbau angelegt werden können. Aber auch artenreiche Grünlandbestände, der Obstbau und andere geeignete Sonderkulturen sollen im Kommunikationsprozess ein Rolle spielen.

 

Kampagne mit Schildern

Die heftige, streckenweise sehr undifferenzierte Diskussion um das sogenannte „Insektensterben“ hat auch bei den Mitgliedern des Fachausschusses für großen Unmut gesorgt. Landwirtschaft wurde schnell als Alleinschuldige festgemacht, bemängeln sie. Tatsächlich gebe es jedoch sehr viele Landwirte, die aktiv blühende Habitate für Insekten anlegen. Auch sei aktiver Naturschutz nur mit und durch Landwirte möglich, zum Beispiel durch die Pflege artenreicher Landschaftskulissen. Diese Leistungen sollen über eine neue Kampagne kommuniziert werden. Dafür schlägt der Fachausschuss eine flächendeckende Kampagne mit Schildern vor. Die Feldrandschilder sollen zum einem Passanten auf besondere landwirtschaftliche Flächen, wie zum Beispiel Blühstreifen, aufmerksam machen und zudem ausführliche Informationen bereithalten. Diese sollten wenn möglich digital verfügbar gemacht werden. Auch soll die Kampagne in sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Instagram, gefördert werden. Die Gesellschaft mit in die Verantwortung zu nehmen, ist ein weiterer Kommunikationsbaustein, auf den der Fachausschuss viel Wert legt. „Jeder, der mit der Kampagne in Berührung kommt, soll sich selbst fragen, was er zur Förderung der Biodiversität beitragen kann. Sei es, indem er seinen Vorgarten insektenfreundlich gestaltet oder indem er regionale Landwirtschaft beim Einkauf unterstützt. Wir müssen weg von einer Diskussionskultur, bei der wir uns gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben“, erklärt Padraig Elsner, Geschäftsführer des Fachausschusses.  Im Schnelldurchlauf werde die Kampagne nun in anderen Verbandsgremien und Fachabteilungen weiterentwickelt. Offizieller Start soll zur Landesversammlung am 6. März sein. Ein elementarer Erfolgsfaktor werden dezentrale Aktionen sein, mit denen  die Kampagne in die Lokalpresse kommen soll. Hierfür könne man auf die Unterstützung des Fachbereichs für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit setzen, die Initiative müsse jedoch aus der Basis kommen, so Elsner.

 

El

 

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