Richtig argumentieren – Image verbessern

22.05.2017

Der Bund Badischer Landjugend (BBL) und der BLHV haben für landwirtschaftliche Berufsschüler in Radolfzell gemeinsam ein Argumentationstraining durchgeführt.

 

 

Die Landwirtschaft ist seit Jahren schweren Vorwürfen ausgesetzt und vieles trifft Landwirte mitten ins Herz. Gibt es denn überhaupt kein Verständnis mehr für unsere Wirtschaftsweise? Warum denken  Verbraucher, dass wir alles falsch machen? Wie kann der einzelne Landwirt dazu beitragen, dass wir neben offenen Ohren auch zunehmendes Verständnis und Akzeptanz unseres Handelns und Tuns finden? Wie können wir Aufklärungsarbeit leisten?

Mit diesen Fragen  im Gepäck   haben der Bund Badischer Landjugend (BBL) und der BLHV in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Berufsschule am Berufsschulzentrum Radolfzell ein Argumentationstraining mit dem 1. und 3. Lehrjahr der Landwirte durchgeführt. Michaela Schöttner von der Landjugend und Padraig Elsner vom BLHV kamen  aus Freiburg angereist mit einem Koffer voller Ideen und Vorbereitungen für diesen Tag.

Als Einstieg zum Thema wurde ein Video gezeigt, in dem sich ein Landwirt mit einer wütenden Spaziergängerin streitet. Das Video, welches sich seit einigen Wochen im Internet verbreitet, ist nicht nur von mangelhaften Kenntnissen  geprägt. Es gibt auch viele andere Fehler, wie die gemeinsame Analyse der Referenten und der Schüler ergab. So hätten sich Landwirt und Verbraucherin anders verhalten können, um den Streit zu entschärfen.

 

Der Körper spricht

Michaela Schöttner zeigte den Lehrlingen in einer sehr deutlichen Bilderpräsentation, was Körpersprache aussagt. Sie demonstrierte an Beispielen, wie die Stimme einfache Aussagen verändern kann.

Als nächstes mussten die Lehrlinge in Gruppen eine Pose nachstellen auf der Basis einer Beschreibung, wobei ihnen selbst die Augen verbunden waren. Mit viel Spaß und Humor wurde hier ein Grundstein gelegt: Genau zuhören, ruhig bleiben, sich nicht beirren lassen und sich auf sein Gegenüber einlassen.

Anschließend erläuterte Padraig Elsner den Lehrlingen die Grundbausteine der Argumentation. Anhand einer These erklärte er, wie mit schlagkräftigen Argumenten, wohlsortiert und mit Beispielen untermauert, Vorwürfe ausgeräumt werden können.

 

Sehr sinnvoll

Erneut in Gruppen bekamen die Azubis einfache Aussagen, zu denen sie sich Argumente überlegen, diese strukturieren und anschließend  vortragen sollten. Hier war nun ihr ganzer Einsatz gefordert: Wissen verknüpfen mit einer überzeugenden, aber nicht überheblichen Körpersprache.

Das Fazit des Tages war aufgrund der Rückmeldungen der Schüler sehr eindeutig: Sie empfanden das Training als sehr sinnvoll und  jeder konnte etwas von diesem Tag mit nach Hause nehmen. Auch das Fazit der Freiburger Gäste war eindeutig: Nicht aufgeben, sich den Vorwürfen immer wieder stellen, den Verbraucher aufklären, die Kluft zwischen Erzeuger und Verbraucher so langsam aber sicher schließen.

 

Tina Gaiser

   

 

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