Kommentar: „Digitalisierung ändert nichts ... nur alles“

17.11.2017

Dieses Zitat stammt von Karl Heinz Land, einem vom Times-Magazin ausgezeichneten Wirtschaftsautor und Digitalisierungsberater. Seine Prognosen über die Folgen der Digitalisierung sind so extrem, wie es das Zitat vermuten lässt.

So schätzt er, dass innerhalb der nächsten Jahrzehnte 45 Prozent der  deutschen Arbeitsplätze durch Automatisierung gefährdet sind. Für die Videotheken ist diese Vision schon zur schmerzhaften Realität geworden. Das „Video on demand“, also das Abspielen von Videos über das Internet, benötigt kein Geschäft,  bei dem tatsächlich DVDs über die Ladentheke gereicht werden. Nur ein paar Knopfdrucke am „Smart-TV“ und schon flimmert der neueste „Blockbuster“ über den Flatscreen. „Video on demand“ ist so erfolgreich, weil es dem Nutzer maximale Bequemlichkeit bietet. Mittlerweile genügt ein Sprachbefehl an die Fernbedienung, um ein Video abzuspielen. Aus Digitalisierung wird Dematerialisierung, mit dem Ziel, uns das Leben so einfach wie möglich zu machen – keine Schlüssel mehr in Schlüssellöcher stecken, keine DVDs einlegen, keine Tasten drücken.  Dieses Kapitel der digitalen Transformation wird gerade geschrieben. Aber was werden wir in Zukunft nicht mehr tun „müssen“? Fragen Sie Ihre Kinder! Sie werden entscheiden, auf was bald verzichtet werden kann. Zum Beispiel auf das Lesen? Egal ob von Papier oder vom Bildschirm, nur über das Lesen können wir Informationen nachhaltig verarbeiten, wohingegen der schnellere und bequemere Weg über Videos geht. Wer den Digitalisierungsgedanken verinnerlicht hat, wundert sich also nicht, dass YouTube eine der beliebtesten Informationsquellen für Jugendliche  ist. Kein schlechter Gedanke also, die Jugend da abzuholen, wo sie gerade ist.

 

Padraig Elsner, BLHV

 

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