Anreize schaffen
Schoch versicherte, dass er sich im Rahmen der landespolitischen Möglichkeiten für eine Stärkung der regionalen Wertschöpfung der heimischen bäuerlichen Landwirtschaft und für attraktive ländliche Räume einsetzen werde. Unerlässlich ist für den Emmendinger Wahlkreisabgeordneten, dass die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete erhalten und ausgebaut wird sowie Agrarumweltprogramme die Leistungen bäuerlicher Familien angemessen ausgleichen. In Übereinstimmung mit dem BLHV befürwortet Schoch die landesweite Einrichtung von Landschaftserhaltungsverbänden nach dem erfolgreichen Modell des Landkreises Emmendingen. Eine wichtige Rolle kommt dabei, nach Auffassung des BLHV-Präsidenten, einer konsequenten Umsetzung der Ökopunkteregelung zu. Es müsse gelingen, der Aufwertung bestehender Naturschutzflächen bei Ausgleichsmaßnahmen Vorrang einzuräumen vor einer ökologischen Überplanung fruchtbarer Landwirtschaftsflächen. Die vorrangige Beteiligung der örtlichen Landwirtschaft bei Pflegemaßnahmen müsse sichergestellt werden.
Zustimmung findet im BLHV, nach Räpples Angaben, die Initiative des Landes für „Bio und Regional“. Die Wiedereröffnung der Umstellungshilfe auf den Biolandbau dürfe allerdings nicht zu einer Vernachlässigung des konventionellen Landbaus führen.
Modular umsetzen
Der BLHV unterstützt das Bemühen der Landesregierung, das Fachschulangebot auszubauen und eine entsprechende Qualifizierung für den Biolandbau einzurichten. Mit Blick auf die Bedeutung des Biolandbaus in Südbaden dränge der BLHV auf die Einrichtung einer solchen Fachschule am Standort Emmendingen-Hochburg. Der BLHV lege großen Wert darauf, dass das Bildungszentrum für alle Sparten der Landwirtschaft qualifizierte Fachschulangebote mache und durch einen möglichst modularen Aufbau der Vielfalt der südbadischen Landwirtschaft Rechnung getragen werde. MdL Schoch versicherte, dass er diesen berufsständischen Ansatz vollinhaltlich mittrage und sich auch beim Schulträger, dem Landkreis Emmendingen, dafür einsetzen werde.
Mit Interesse ließ sich der BLHV-Präsident den Ansatz der grün-roten Landesregierung zur Schulpolitik erläutern. Nach Darstellung von MdL Schoch war die von der Vorgängerregierung „mit heißer Nadel gestrickte“ zweizügige Werkrealschule ein missglückter Versuch, die Hauptschule zu stärken. Dem setze die neue grün-rote Landesregierung das Modell einer auch einzügigen Gemeinschaftsschule entgegen. Im Ziel müsse es darum gehen, Schüler nicht schon in frühen Jahren gemeindeübergreifend in ein neues soziales Umfeld zu führen, sondern die Chance zu eröffnen, Kinder und Schulen am Ort zu halten. Das könne dazu beitragen, dass die Attraktivität ländlicher Räume erhalten und verbessert werde. Übereinstimmung gab es in der Bewertung, dass der Schulabschluss nach diesem Modell eine Gleichwertigkeit mit dem in Zentralschulen haben muss. Ausschlaggebend dafür sei insbesondere, dass qualifizierte Lehrkräfte und hochwertiges Lehrmaterial zur Verfügung stünden. MdL Schoch will den Dialog mit dem BLHV fortsetzen.

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