Politik für Bergbauern
Landwirtschaft im Höhengebiet genießt einen hohen Zuspruch in der Bevölkerung. Die Pflege der Kulturlandschaft und des Artenreichtums sowie die Offenhaltung der Landschaft sind anerkannte Leistungen von Bäuerinnen und Bauern in den Berg- und Höhengebieten. Weidende Rinder, aber auch Schafe und Ziegen prägen das Landschaftsbild und bilden die Grundlage für einen florierenden Tourismus. Die Zukunft vieler Höfe ist allerdings in Gefahr. Markterlöse reichen nicht aus, ein angemessenes Familieneinkommen zu erwirtschaften. Kürzungen bei Agrarförderprogrammen und deren Öffnung für neue Themen und Herausforderungen in ländlichen Regionen verunsichern. Die von Brüssel verfolgte Absicht einer Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete nach biophysikalischen Kriterien kann zu Verwerfungen führen. Die Ungewissheit über die Zukunft der EU-Direktzahlungen dämpft die Zukunftserwartungen vieler Bergbauernfamilien in den Höhengebieten und in zahlreichen Schwarzwaldtälern.
Die Arbeitsgemeinschaft für Höhenlandwirtschaft (AfH) und der BLHV-Kreisverband Hochschwarzwald laden deshalb ein zu einer gemeinsamen Vortragsund Informationsveranstaltung unter dem Thema:
„Zukunft unserer Landwirtschaft im Höhengebiet nach dem politischen Wechsel in Baden-Württemberg und im Hinblick auf die Reform der EU-Landwirtschaftspolitik nach 2013“
am Samstag, dem 25. Februar 2012, ab 13.30 Uhr im großen Saal des Kurhauses in Hinterzarten.
Ministerialdirektor Wolfgang Reimer wird in seinem Vortrag die Höhengebietspolitik des Landes vorstellen. Zuvor wird der Vorsitzende der AfH, Karl Rombach, die zentralen Anliegen und Forderungen des Höhengebietes an die Politik erläutern. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit zu intensiver Aussprache. Eröffnet und beschlossen wird die offene Tagung vom BLHV-Kreisvorsitzenden Eugen Tritschler.
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