Schluss mit falschen Bildern von Landwirten
In vielen Medien findet man Themen der Landwirtschaft. Leider sind dies im Internet und den überregionalen Zeitungen häufig negative Nachrichten. Diese Vorwürfe treffen die Branche hart, zumal das beschriebene Bild auf die meisten Landwirte nicht zutrifft. Hinzu kommt, dass Landwirte nur noch drei Prozent der Bevölkerung ausmachen. Das Wissen über Landwirtschaft und deren Produktionsprozesse schwindet. Unwissenheit erfährt fast jeder Landwirt bei einem Bauvorhaben. Vorurteile aufzubrechen gelingt nur mit Offenheit und Transparenz. Nötig ist, Landwirtschaft realistisch darzustellen. Das gelingt, wenn Landwirte zeigen, wer sie sind und was sie tun. Der BLHV will in die Offensive gehen und die Vielfalt der badischen Landwirtschaft abbilden. „Wir wollen zeigen, dass Landwirte nicht so sind wie bei ,Bauer sucht Frau‘ dargestellt. Die Landwirtschaft hat nichts zu verbergen. Sie besteht aus interessanten und einzigartigen Persönlichkeiten“, betonte BLHV-Öffentlichkeitsreferentin Anne Hartmann in der jüngsten Verbandsausschusssitzung des BLHV. Da durch Zeitung, Massenmedien und Internet der Mensch täglich mit Informationen überflutet wird, wird das sachliche Bewerten immer schwieriger. Zu jeder positiven Nachricht lässt sich im Internet auch eine negative finden. Als Entscheidungskriterium bleibt dann nur das Gefühl. Dieses Gefühl möchte der BLHV für die Landwirtschaft gewinnen. Das braucht Bauern und Bäuerinnen, die ihren Beruf verkörpern und Spaß daran haben. „Sie sind gefragt, das Bild in der Öffentlichkeit zu verändern. Wir geben Ihnen jetzt die Chance. Machen Sie mit“, appelliert Hartmann.
Die Imagekampagne hat zwei Schwerpunkte. Der erste Schritt ist eine Bilderkampagne mit Bäuerinnen und Bauern. Dabei sollen die verschiedenen Produktionsausrichtungen abgebildet werden. Dies sind Ackerbau, Wein, Sonderkulturen, Milch viehhaltung, Schweinehaltung, Obstbau, Weinbau, Waldbau, Grünlandbewirtschaftung, Gemüsebau, Hofladen und Tourismus.
Vertrauen wecken
Fotografiert werden sollen Bäuerinnen oder Bauern mit ihren Produkten in ihrer Heimat, in Feld und Flur. „Mit den Bildern wollen wir Gefühl, Stimmung und Vertrauen erzeugen. Damit die Verbraucher die Produzenten ihrer Nahrungsmittel und Energie kennenlernen können“, bekräftigte Hartmann.
Zu diesem Bild kommt eine Botschaft, die das Gefühl beschreibt, warum Landwirte ihren Beruf gewählt haben. Hartmann erklärt: „Das Motto ist: Ich bin Bäuerin / Bauer, weil . . .“ Einige Beispiele sind auf den Bildern zu sehen. Ebenfalls denkbar ist, mit einem Wortspiel zu arbeiten, mit Worten, unter denen etwas anderes verstanden wird. Die Fernsehwerbung der Firma Vorwerk ist dafür ein Beispiel. Hier stellt sich eine Mutter als „Familienmanagerin“ vor.
Einige Bilder werden auf der Baden-Messe auf große Banner gedruckt und ausgestellt. Andere werden als Postkarten in Städten wie auch an Landwirte mit Publikumsverkehr (Hofläden oder
Ferienwohnungen) verteilt. „Landwirtschaft in die Stadt zu holen ist ein Anliegen. Dort findet Landwirtschaft nicht mehr statt“, verdeutlichte Hartmann. Auf der Rückseite der Postkarte ist ein Hinweis auf die BLHVHomepage. Dort können Informationen abgerufen werden.
„Es ist das Ungewöhnliche, bei dem wir Menschen stehenbleiben und innehalten. Unsere Bäuerinnen und Bauern haben viel ,Ungewöhnliches‘ aus Sicht des Verbrauchers. Also zeigen wir ihm das und nehmen ihn mit in die Landwirtschaft. Das schafft die Basis für Vertrauen“, bekräftigte BLHV-Präsident Werner Räpple das Vorhaben.
Um Vielfalt abbilden zu können, sind Bäuerinnen und Bauern aller Altersgruppen und Unternehmensformen angesprochen. Sie können sich bei Anne Hartmann (0761/27133-39 oder anne [dot] hartmann
blhv [dot] de) melden. In der angehängten Datei finden Sie einen Faxvordruck mir dem ebenfalls eine Anmeldung erfolgen kann.
Die BLHV-Mitglieder und Leser habe die Möglichkeit ihren Grund zu nennen, warum der Beruf Landwählt wurde. Dazu klicken Sie bitte hier.
Ihr Ansprechpartner
Anne Hartmann
E-Mail: anne [dot] hartmann
blhv [dot] de





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