Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik nach 2013
08.02.2011
Zwei-Säulen-Modell beibehalten
Der BLHV unterstützt die Forderungen des Deutschen Bauernverbandes und begrüßt das Bekenntnis der schwarz-gelben Regierungskoalition zu einer „starken ersten Säule und einer finanziell gut ausgestatteten zweiten Säule“ der EU-Landwirtschaftspolitik auch nach 2013.
1. Erste Säule stärken
Der BLHV fordert:
- eine ungekürzte Beibehaltung der Betriebsprämie,
- die Abschaffung der Modulation und
- eine Beibehaltung der Differenzierung von Flächenprämien zwischen den EU-Staaten.
2. Zweite Säule finanziell angemessen ausstatten
Der BLHV fordert:
- die Abschaffung der Differenzierung nach ELER-Schwerpunktachsen
-
die Konzentration der Finanzmittel auf landwirtschaftliche Schwerpunkte:
- > Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
- > Ausgleichszulage, - Wirtschaftliche Anreize für ökologische Sonderleistungen und für Maßnahmen des Klima- und Umweltschutzes (MEKA).
3. Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete
Der BLHV fordert:
- die rechtliche Absicherung und materielle Weiterentwicklung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete in angemessener Höhe sowie
- die Gewährung eines Tierzuschlags für die Bewirtschaftung von Flächen in benachteiligten Gebieten.
4. Sicherheitsnetz erhalten und weiterentwickeln
Der BLHV fordert:
- ein praktikables, nicht Markt verzerrendes Sicherheitsnetz für bäuerliche Betriebe,
- die Schaffung steuerrechtlicher Voraussetzung für eine Risikorücklage landwirtschaftlicher Betriebe sowie
- den Einstieg in eine Mehrgefahren-Versicherung.
5. Entbürokratisierung
Der BLHV fordert:
- die Beschränkung von Cross Compliance auf ein praxisgerechtes Maß sowie
-
die Anhebung der Obergrenze bei Deminimis.
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