Kommentar: Effizient und produktiv

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Kommentar: Effizient und produktiv

| Wirtschaft & Steuer

Der Agrarmarkt ist global. Es gibt keine wirksamen Grenzen um Südbaden, um Deutschland und nicht einmal um die EU. Das fruchtbare Deutschland hat ein mengenmäßiges Defizit bei der landwirtschaftlichen Produktion.

Von über fünf Millionen Hektar Defizit an Landwirtschaftsfläche ist die Rede. Nicht eingerechnet sind hierbei Energie, Treibstoffe, Textilien oder Farben, die in der modernen Welt ja hauptsächlich künstlich und nicht mehr aus Ackerbauerzeugnissen hergestellt werden. Die Statistik weist sogar Importe nach Deutschland von insgesamt 18 Millionen Hektar aus. Lediglich von sieben Millionen Hektar der Landwirtschaftsfläche in Deutschland werden Lebensmittel letztlich auch in Deutschland verbraucht oder weggeschmissen. Bei der beliebten Frage der Medien, welche Umweltfolgen der Konsum in Deutschland anrichtet, müsste also der Blick vor allem international sein. Jeder Hektar in Südbaden, auf dem nichts oder nur die Hälfte produziert wird, erhöht irgendwo anders in der Welt um ein Vielfaches das Klimaproblem und auch Probleme bei Wasserverfügbarkeit und Wasserqualität. Es werden zum Beispiel  im Regenwaldgürtel indigene Völker verdrängt. Dortige biologisch vielfältige Lebensräume werden zerstört.In den Medien wird zu selten die Frage aufgeworfen, welche Folgen es hat, wenn hier in Deutschland landwirtschaftliche Produktion für Arbeit, Erholung, Infrastruktur oder für Umwelt- und für andere Belange geopfert wird. Oder die umgekehrte Frage: Wie muss hierzulande die Landwirtschaft aussehen, damit die globalen Probleme verringert werden? Die Antwort lautet: effizient und produktiv.

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