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Bauern suchen Hilfe

Innerhalb kürzester Zeit sind viele professionelle Vermittlungsplattformen online gegangen, denen wir keine Konkurrenz machen wollen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, dass wir die BLHV-Börse einstellen werden. Stattdessen verweisen hier auf andere Plattformen und geben wichtige Tipps für Landwirte und Erntehelfende.

Wichtig:

Hilfe hat auch mit Verantwortung zu tun. Deshalb ist eine Voraussetzung für alle Beteiligten, dass sie – Landwirte wie Helfer – keine Anzeichen einer Infektion mit dem Corona-Virus haben. Wir gehen nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass Erntetätigkeiten auf dem Feld kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bergen. Die nötigen Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Abstand halten, lassen sich bei der Ernte auf dem Feld problemlos umsetzen.

Bleibt gesund!

 

Mehr Informationen zum Thema Corona und Landwirtschaft finden Sie hier.

Das sollten Erntehelfende wissen

  • Macht Euch bewusst, welche Fähigkeiten und Kompetenzen es für die Stelle, für die Ihr anfragt, braucht – und entscheidet Euch für Stellen, die zu Euch und Eurem Können/Erfahrungen passen.
  • Fragt die Landwirte schon am Telefon genau bezüglich Arbeitsart, Arbeitsort, Treffpunkt, Zeiten, Lohnauszahlungszeitpunkt und Länge des Arbeitseinsatzes ab.
  • Sprecht am Telefon den Lohn ab. Der Mindestlohn liegt momentan bei 9,35 Euro/h. Bei vielen Arbeiten werdet Ihr nicht mehr verdienen.
  • Fragt, was Ihr an Materialien, Arbeitskleidung, Ausrüstung braucht – was Ihr selbst habt, bringt selbst mit – wenn möglich, eigene Arbeitshandschuhe nicht vergessen (und markieren)
  • Besprecht Haftungs- und Versicherungsfragen.
  • Hilfe hat auch mit Verantwortung zu tun. Deshalb ist eine Voraussetzung für alle Beteiligten, dass sie – Landwirte wie Helfer – keine Anzeichen einer Infektion mit dem Corona-Virus haben. Wir gehen nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass Erntetätigkeiten auf dem Feld kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bergen. Die nötigen Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Abstand halten, lassen sich bei der Ernte auf dem Feld problemlos umsetzen.
  • Lest auch folgende Seite, um euch zu informieren: https://www.blhv.de/artikel/coronavirus-was-koennen-und-sollen-landwirtschaftliche-betriebe-jetzt-tun
  • Wer auf Kurzarbeit gesetzt ist, sollte mit dem Arbeitsamt vorher absprechen, welche Auswirkungen eine Nebentätigkeit haben kann.
  • Achtet selber beim Arbeiten darauf, dass Ihr die Corona-Sicherheitsmaßnahmen einhaltet (1,5 m Abstand zu Personen, regelmäßiges Händewaschen)
  • Bringt gegebenenfalls eigene Seife und ein eigenes Handtuch mit.
  • Solltet Ihr die kleinsten Anzeichen von Symptomen wahrnehmen, bleibt zuhause, unterrichtet den Arbeitsplatz und die Menschen, denen Ihr in den letzten Tagen begegnet seid.
  • Außerdem dürft Ihr nicht zur Risikogruppe gehören oder in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet gewesen sein. Wir gehen nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass Erntetätigkeiten auf dem Feld kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bergen. Die nötigen Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Abstand halten, lassen sich bei der Ernte auf dem Feld umsetzen.
  • Bringt Euer eigenes Essen und Getränke mit, auch wenn es üblich sein sollte, dass der /die Arbeitgebende dafür sorgt.
  • Fragt gut nach, bis Ihr verstanden habt, was Euer Auftrag ist, lasst Euch Arbeitsschritte zeigen und das Ziel des Arbeitsabschnittes/Arbeitstages erklären. Besondere Situationen erfordern besonnenes Handeln! Die meisten der Arbeitgeber haben zumeist mit anderen Erntehelfenden zu tun als Ihr es seid – seid geduldig, falls die Kommunikation zu Beginn etwas holpert, geht möglichst wenig von Selbstverständlichkeiten aus und sorgt für Euch selbst.
  • Was müsst Ihr wissen? Was braucht Ihr, um zu verstehen, was zu tun ist? Wann ist was zu viel? Wann sind Pausen?
  • Wenn Ihr mit dem eigenen Auto zur Arbeitsstätte fahrt, fahrt alleine oder mit Menschen, mit denen Ihr zusammenlebt.
  • Bleibt fröhlich und locker!
  • Habt Freude!

Gilt der Mindestlohn auch für "freiwillige" Erntehelfer?

Es gilt der Mindestlohn. In einem schriftlichen Arbeitsvertrag darf der nicht unterschritten werden.

Wenn es sich aber um einen freiwilligen Helfer handelt, der kommt wann er will, quasi ohne Verpflichtung und auch nichts als Lohn haben will, so ist das wohl schon kein Arbeitsverhältnis und damit nicht mindestlohnpflichtig. Es fehlt an der persönlichen Weisungsgebundenheit des Helfenden.

Er ist nicht rechtlich verpflichtet, seine Unterstützung nach vom Auftraggeber bestimmten Regeln zu erbringen (Art und Weise, Arbeitszeit und Arbeitsort der Tätigkeit).

Er ist bezogen auf die Unterstützungsleistung nicht vom Auftraggeber persönlich abhängig. Das ist dann wie Nachbarschaftshilfe.

Das Praktikum ist nur mindestlohnfrei bei echten vorgeschriebenen Praktika, auch solche zur Berufs- und Ausbildungsorientierung (nicht von fertigen Berufstätigen) sind laut BMAS ausgenommen.

Das sollten Landwirte wissen

  • Erkundigen Sie sich nach Vorerfahrung, Fähigkeiten und Kenntnissen der Arbeitssuchenden und erklären Sie relativ genau, für welche Arten von Arbeiten Sie Unterstützung brauchen.
  • Besprechen Sie sich schon am Telefon genau bezüglich Arbeitsart, Arbeitsort, Treffpunkt, Zeiten, Lohnauszahlungszeitpunkt und Länge des Arbeitseinsatzes.
  • Sprechen Sie am Telefon den Lohn ab.
  • Erklären Sie, welche Materialien, Arbeitskleidung, Ausrüstung es braucht und dass, wenn möglich, eigene Arbeitshandschuhe mitgebracht werden sollten (und markiert). Gebenenfalls sollte eigene Seife und ein eigenes Handtuch mitgebracht werden.
  • Besprechen Sie Haftungs- und Versicherungsfragen. 
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Arbeitskräfte beim Arbeiten die Corona-Sicherheitsmaßnahmen einhalten können (1,5 m Abstand zu Personen, regelmäßiges Händewaschen). Die Arbeitenden sollten nicht in einem Fahrzeug an Arbeitsstellen transportiert werden.
  • Lesen Sie dazu auch folgende Seite mit genauen Informationen: https://www.blhv.de/artikel/coronavirus-was-koennen-und-sollen-landwirtschaftliche-betriebe-jetzt-tun
  • Sollten Sie die kleinsten Anzeichen von Symptomen wahrnehmen, unterrichten Sie die Arbeitnehmenden, mit denen Sie in den letzten Tagen engen Kontakt hatten und bitten Sie diese, zuhause zu bleiben/in Quarantäne zu gehen.
  • Die Erntehelfer sollten ihr eigenes Essen und Getränke mitbringen, auch wenn es üblich sein sollte, dass der /die Arbeitgebende dafür sorgt
  • Fragen Sie nach, ob die Helfenden ihren Auftrag verstanden haben. Zeigen Sie die Arbeitsschritte und erklären Sie das Ziel des Arbeitsabschnittes/Arbeitstages. Besondere Situationen erfordern besonnenes Handeln! Die meisten der Erntehelfenden haben zumeist mit anderen Arbeiten zu tun! Seien Sie geduldig, falls die Kommunikation zu Beginn etwas holpert, gehen Sie möglichst wenig von Selbstverständlichkeiten aus!
  • Besprechen Sie die Arbeitstage genau: Wann ist Beginn? Wann Ende? Wann Pausen?
  • Schrauben Sie das erwartete Arbeitspensum runter, Sie werden mit Erstlingen zu tun haben.
  • Nehmen Sie die Hilfe dankbar an und sehen Sie sie nicht als Selbstverständlichkeit.
  • Sehen Sie das Ganze als ein Abenteuer.
  • Bleiben Sie guten Mutes!
  • Lassen Sie fünfe grade sein – in diesem Jahr ist alles anders als bisher.

3 junge Oberkircher haben sich zusammen getan und in wenigen Tagen eine Website entwickelt, die einfach und schnell Arbeitgeber und Arbeitssuchende zusammen bringt. Wer Arbeitskräfte sucht kann sich unter www.joblocator.work mit wenigen Klicks registrieren und Arbeitsannoncen schalten. Dabei können ein Titel, der Ort der Arbeitsstätte, der Zeitraum in der die Arbeitskraft benötigt wird und ein kurzer Beschreibungstext für weitere Details angegeben werden. Mehr lesen

Der Bundesverband der Maschinenringe e. V. startet gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Online-Plattform www.daslandhilft.de. Die Plattform stellt den Kontakt zwischen Landwirten und Bürgerinnen und Bürgern her, deren bisheriger Erwerb aufgrund der Corona-Krise weggefallen ist, um sie für Pflanz- und Erntearbeiten in der Landwirtschaft zu vermitteln. Über eine regionale Suche finden Landwirte und Helfer zusammen. Es werden keine Registrierungs- oder Vermittlungsgebühren erhoben. Ziel ist eine schnelle, kostenlose sowie vor allem zuverlässige Hilfe und Vermittlung von Menschen, die Hilfe brauchen und die Hilfe bieten.    
 

JOBS IM SÜDWESTEN unterstützt die regionalen Arbeitgeber

Im Rahmen der SÜDKURIER Initiative #SKverbindet werden kostenlose Stellenangebote auf www.jobs-im-südwesten.de/wirbrauchendich veröffentlicht. Damit werden auch Sie als Arbeitgeber unterstützt, die in der aktuellen Situation einen hohen Bedarf an MitarbeiterInnen haben. Ab sofort können Sie Ihre offenen Stellen auf www.skverbindet.de/jobs eintragen

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Ihr Ansprechpartner

Presse, Öffentlichkeitsarbeit
Padraig Elsner

E-Mail: padraig.elsner(at)blhv.de