Grünes Band in Gold für Franz Josef Müller

02.03.2018

Franz Josef Müller, langjähriger Vorsitzender des BLHV-Kreisverbandes Offenburg, wurde für sein besonderes berufsständisches Engagement mit dem Grünen Band in Gold des BLHV geehrt. Präsident Werner Räpple überreichte ihm die Auszeichnung bei der Bezirksversammlung in Appenweier-Urloffen.

Der Obstbauer Franz Josef Müller, derzeit Präsident des  Landesverbandes Erwerbsobstbau Baden-Württemberg (LVEO), wurde 1979 mit 23 Jahren BLHV-Ortsvorsitzender in seinem Heimatdorf Oberkirch-Zusenhofen. Acht Jahre später wählte ihn der BLHV-Kreisverband Offenburg zu seinem  stellvertretenden Vorsitzenden und 1993 zum Vorsitzenden. Dieses Amt behielt er bis Anfang 2017. Innerhalb des BLHV war Müller ab 2001 abwechselnd in den Ausschüssen für Bildung, für Öffentlichkeitsarbeit und für Struktur aktiv. Die landwirtschaftliche Sozialversicherung markierte einen weiteren Schwerpunkt seines berufsständischen Einsatzes. Quasi parallel dazu lief  das Engagement im landwirtschaftlichen Arbeitgeberverband Südbaden, dessen Vorsitz er seit 2011 innehat. Räpple erwähnte bei der Verleihung der Auszeichnung am 20. Februar besonders das Ringen um die Tarifabschlüsse und  die Höhe des Mindestlohns für Saisonarbeitskräfte. „Ein Thema, das uns weiterhin bedrückt“, so Räpple. Umso dankbarer zeigte er sich, dass mit dem möglichen Freizeitausgleich im Herkunftsland eine gangbare Regelung gefunden werden konnte. Müllers Tatkraft bezieht auch politisches Engagement mit ein: Ab 1999 war er zehn Jahre Mitglied der CDU-Kreistagsfraktion, ab 2005 vier Jahre im Gemeinderat. Dazu kam in dieser Phase der ausgeprägten ehrenamtlichen Bindungen ab 2006 das Amt des LVEO-Präsidenten.

Werner Räpple bewunderte das Ausmaß eines solchen öffentlichen Engagements. Er verwies dazu auf den florierenden und fortschrittlichen Zusenhofener Obstbaubetrieb mit Erdbeeren, Strauchbeeren und Heidelbeeren, bei dem schon früh mit dem Tunnelanbau begonnen wurde und der dazu mit Direktvermarktung und einer Kleinbrennerei betrieben wird. „Wie kriegt man das auf die Reihe?“, fragte Räpple und  dankte dem Ortenauer für dessen regelmäßige Anregungen und Gedanken in den Ausschüssen, seine gründliche Sachkenntnis und die verlässliche Mitarbeit im Team und in der Führung des Offenburger Kreisverbandes. Er erinnerte auch an Müllers Mitgliedschaft im Zusenhofener Harmonikaverein und an gemütliche Gesellschaftsabende auf dem Hof, bei denen dann mit der Ziehharmonika aufgespielt wurde. Der Geehrte war sichtlich erfreut über die Auszeichnung. Sein Schlusswort nutzte er zu einem Aufruf zu noch mehr aktivem Engagement in der  Öffentlichkeit, er   dankte seiner Frau Monika für die stetige Mithilfe, ohne die er die Ehrenämter nicht hätte ausfüllen können. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, „dass die Politik die Interessen der Landwirtschaft erst dann berücksichtigt, wenn die Landwirte von sich aus aktiv  in der Politik werden“.

 

Heinrich von Kobylinski

 

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