Zukunft wächst auf dem Land

08.06.2018

Wiesbaden ist vom 27. bis 28. Juni Austragungsort des Deutschen Bauerntages 2018.  Das Motto lautet „Zukunft wächst auf dem Land“.   Hunderte Delegierte der deutschen Landesbauernverbände werden auf ihren Platz in der Gesellschaft aufmerksam machen. 

Die Delegierten werden über wichtige Entscheidungen diskutieren und gemeinsam die Stimme für eine finanziell gut ausgestattete, wirkungsvollere und einfachere Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) erheben. Mit Spannung erwartet die Delegation des BLHV den Auftritt der nicht mehr ganz so neuen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Wird sie die Grundsätze des BLHV-Positionspapiers „Erwartungen an die neue Bundesregierung“ weiter verteidigen? In Foren zu den hochaktuellen Themen „GAP“, Tierhaltung in der Öffentlichkeit und Risikomanagement werden die Landwirtinnen und Landwirte gemeinsam mit Politikern und anderen Fachleuten der Branche diskutieren. Außerdem steht noch die Wahl eines neuen DBV-Vizepräsidenten an.

 

Über Facebook und Twitter dabei

Über Facebook und Twitter können BLHV-Mitglieder alle wichtigen Ereignisse des Bauerntages live mitverfolgen. Michaela Schöttner und Padraig Elsner, Referenten des Fachbereichs „Bildung und Öffentlichkeitsarbeit“, werden mit Videos und Bildern über die Veranstaltung berichten. Zum ersten Mal wird Landwirtschaftsministerin Klöckner auf einem Deutschen Bauerntag sprechen. Auch für die meisten BLHV-Delegierten wird es das erste Zusammentreffen mit der gebürtigen Rheinland-Pfälzerin sein. Es wird erwartet, dass Klöckner in ihrer Rede auch ein besonderes Verständnis für die kleinen und mittelgroßen Strukturen in Süddeutschland an den Tag legen wird. Zuletzt ergriff Klöckner die Initiative, um die Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zu erweitern. Sie wirbt für eine Anpassung der GAK an die veränderten Strukturen im ländlichen Raum. Aus Sicht des BLHV sollte dann auch die Verbandsforderung nach einer  Förderung von Frostschutzberegnungsanlagen durch die GAK umgesetzt werden. Prinzipiell erwartet der BLHV, dass sich Klöckner konkret zum Risikomanagement in der Landwirtschaft äußern wird.

 

"Wiesbadener Erklärung"

Noch vor der Rede Klöckners wird die  „Wiesbadener Erklärung“ mit Forderungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 von den Delegierten diskutiert und beschlossen werden. Zu erwarten sind  eine deutliche Absage an die geplante Kappung der Basisprämie sowie die Forderung nach einer einfacheren und trotzdem wirkungsvollen EU-Agrarpolitik. Spannung verspricht  das Thema  „Förderung der ersten Hektare“. Hier  fordert der BLHV eine Ausweitung des Zuschlags auf die ersten 100 Hektar und somit deutlich mehr als die 60 Hektar, die der Deutsche Bauernverband bisher forderte. Der südbadische Bauernverband wird sich daher umso mehr bemühen müssen, um im Plenum einen gemeinschaftlichen Kompromiss zu erreichen.

 

El

 

 

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