„Die Zukunft sieht nicht düster aus“

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„Die Zukunft sieht nicht düster aus“

| Verbandsarbeit

Der BLHV ist wirtschaftlich gesund, die Zahl der Mitglieder stieg im vergangenen Jahr sogar leicht an: Der wirtschaftliche Jahresabschluss für 2019 und die Vorausschau auf das laufende Jahr waren der größte Tagesordnungspunkt der jüngsten Verbandsausschusssitzung des BLHV.

Corona sorgte dafür, dass der Verbandsausschuss des BLHV am 18. August erstmals in „Hybridform“ tagte. Der Vorstand und die nötigen Fachreferenten waren auf Abstand im Sitzungssaal im Haus der Bauern versammelt – die übrigen Mitglieder des Verbandsausschusses waren per Videokonferenz zugeschaltet. Alfons Zimmermann, Teamleiter Controlling im BLHV, trug die Bilanz 2019 vor und prognostizierte das laufende Jahr 2020. Rechnungsprüfer Helmut Schweigert kommentierte anschließend den vorgestellten Bericht. Der BLHV zählte demnach zum Ende des vorigen Jahres 16158 Mitglieder; sechs mehr als zum Ende 2018. Angesichts des laufenden Strukturwandels in der Landwirtschaft nahm der Verbandsausschuss diese stabile Mitgliederentwicklung erleichtert  zur Kenntnis. Rechnungsprüfer Helmut Schweigert bestätigte dem BLHV sodann eine gesunde Eigenkapitalbasis, stets gegebene Zahlungsbereitschaft sowie eine befriedigende Ertragslage. Für das laufende Jahr werden Umsatzzuwächse und Einsparungen jeweils in leichtem Umfang erwartet. „Die Zukunft sieht nicht düster aus“, kommentierte Schweigert abschließend die Lage der berufsständischen Interessenvertretung für Südbadens Bauern.

Erleichterung und rege Diskussion

Die ehrenamtliche und hauptamtliche Führung des BLHV mit Präsident Werner Räpple an der Spitze war vor allem erleichtert darüber, dass der Verband und viele Bauern im Vergleich zu anderen Branchen der Wirtschaft wie  Gastronomie und Tourismus bislang wenig beschädigt durch die Corona-Krise gekommen sind. Unter den Mitgliedern des Verbandsausschusses wurde zur Bilanz rege diskutiert – mitunter auch grundsätzlicher Natur. So betonte BLHV-Vorstandsmitglied Friedbert Schill: „Es geht auch darum, die Balance zu finden zwischen dem ideell-politischen Bereich und den ertragsorientierten Dienstleistungen.“ Präsident Werner Räpple entgegnete darauf: „Wir sind ein Verband und wir müssen schauen, dass jeder an seinem Platz seinen Job macht.“ Gegen Ende der Sitzung war noch etwas Platz für andere verbandspolitische Themen. Präsident Räpple ging auf den Themenkomplex Volksantrag/Biodiversitätsstärkungsgesetz ein. „In der Summe haben wir einiges bewegt. Nicht zufrieden sind wir mit dem Punkt Pflanzenschutzmittelreduktion“, fasste er zusammen. An die  Kreisvorsitzenden richtete Räpple den Appell, den Verband bei der Suche nach Meldebetrieben für den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu unterstützen.

Ein Engerlingproblem auf Grünland beschäftigt Landwirte in der Ortenau stark. Hier laufen Aktivitäten des Verbandes. Erneut Thema war zudem die schwierige Situation im Wald und für die Waldbauern aufgrund klimageschwächter und käfergeschädigter Bäume.

Zugewählt

Rainer Zeller, neuer Präsident des Badischen Weinbauverbandes, und ZG-Vorstand Dr. Holger Löbbert wurden am 18. August einstimmig in den Verbandsausschuss des BLHV hinzugewählt. Zeller tritt die Nachfolge von Kilian Schneider an, der sein Amt als badischer Weinbaupräsident aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hatte. Löbbert folgt auf Dr. Ewald Glaser. Der   ehemalige Vorstandsvorsitzende der ZG Raiffeisen ist seit Kurzem im  Ruhestand.

 

Eberenz

(Bild: Michaela Schöttner)