Existenznot durch Engerlinge

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Existenznot durch Engerlinge

| Nutzpflanzen

Engerlinge des Junikäfers haben Schätzungen zufolge bereits 1000 Hektar Grünland im westlichen Schwarzwald massiv geschädigt. Bei zahlreichen Betrieben geht es an die wirtschaftliche Substanz, schrieb BLHV-Präsident Werner Räpple an Minister Peter Hauk.

Der BLHV arbeitet in dieser Sache schon seit geraumer Zeit mit Experten und Vertretern des Regierungspräsidiums Freiburg sowie mit dem Landwirtschaftsministerium in Stuttgart zusammen. 
Nach wie vor sei die Not unter den Betrieben groß, fasst Verbandspräsident Werner Räpple die Situation in einem persönlichen Brief an Minister Peter Hauk zusammen. Es gehe an die wirtschaftliche Substanz zahlreicher Betriebe, und wenn diese aufgeben oder Vieh abstocken müssten, dann könnten weite Gebiete des Schwarzwalds nicht mehr offen gehalten werden, so Räpple.

Bitte um Unterstützung 
Der BLHV-Präsident bittet um eine gezielte finanzielle Unterstützung für die betroffenen Betriebe, die schon das dritte Jahr in Folge unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden müssten. Diese Unterstützung sei eine echte „Zukunftsinvestition“, denn nur diese Betriebe könnten gesellschaftliche Leistungen wie den Erhalt der Kulturlandschaft und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion, erbringen. Weiterhin schlägt Räpple ein Monitoring und ein Forschungsprojekt vor, das die Verbreitung des Schädlings untersucht und wirkungsvolle Bekämpfungsstrategien entwickelt. „Im Falle von FFH-Lebensraumtypen sollte die Verantwortlichkeit der Bewirtschafter für die Wiederherstellung der verlorengegangenen naturschutzfachlichen Wertigkeit grundsätzlich überdacht werden, erst recht hinsichtlich des Einflusses von Witterung und Schädlingen,“ fügt der Verbandspräsident in seinem Schreiben  hinzu. Der BLHV rechnet damit, dass das Ministerium zeitnah eine Projektskizze vorstellen wird, die die Betriebe nachhaltig unterstützen wird.

Elsner

 

Engerlinge sorgen im Schwarzwald für katastrophale Grünlandschäden.