Kommentar: Dem Ausfall des Berufswettbewerbs intensiv begegnen

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Kommentar: Dem Ausfall des Berufswettbewerbs intensiv begegnen

| Verbandsarbeit
Tags: Schöttner

Ende Oktober wurde auf Landesebene entschieden, dass der 35. Berufswettbewerb (BWB) der grünen Berufe  2021 nicht stattfinden kann.

In meinen Augen und in den Augen vieler südbadischer Akteure die einzig richtige Entscheidung aufgrund der nicht vorhersehbaren Entwicklung der Corona-Fallzahlen. Beim BWB messen Auszubildende und Fachschüler in den Sparten Land-, Haus-, Tier- und Forstwirtschaft sowie Weinbau ihr Wissen und Können, treten beim Verbandsentscheid regionenübergreifend gegeneinander an und können schließlich beim Bundesentscheid ihr Bundesland vertreten. Jetzt könnte man sagen: „Schade, aber warten wir eben bis 2023.“ Oder man könnte sagen: „Schön dass wir uns beim BBL, in den BLHV-Bezirksgeschäftsstellen, in den beteiligten Institutionen wie dem Weinbauverband, dem Badischen Winzerkeller, dem Weinbauinstitut und allen beteiligten Schulen eine ganze Menge Arbeit sparen.“ Das wäre aber zu kurz gedacht. Der BWB ist und bleibt DIE Gelegenheit, junge Menschen für die ehrenamtliche Arbeit im BBL und somit später auch im BLHV zu gewinnen. Meistens, das kann aus unseren Erfahrungen abgeleitet werden, engagieren sich die erfolgreichen Kandidaten und Kandidatinnen spätestens ein Jahr nach dem Ende des BWB im Team Weinbau oder Team Agrar des Bundes Badischer Landjugend. Offenbar gefällt die Mischung aus Wettbewerb, fachlicher Weiterbildung und Austausch. Spätestens am Verbandsentscheid mit der Übernachtung auf dem Wolfhof kommen ehrenamtliche Richter mit den Teilnehmern ins Gespräch und leisten wertvolle Verbandsarbeit. Das fällt nun aus, mit noch unabschätzbaren Folgen. Daher muss in den kommenden zwei Jahren jedwede Gelegenheit intensiv genutzt werden, um mit der jungen Generation ins Gespräch zu kommen und für berufsständische Arbeit zu werben. Von Ehrenamt zu Ehrenamt. Damit beim Engagement keine große Lücke entsteht.

 

Michaela Schöttner