Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) beteiligt sich heute an der Kundgebung der europäischen Bauernverbände in Straßburg. Im Zentrum der Proteste stehen das kürzlich unterzeichnete Partnerschafts- und Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).
Der BLHV erkennt die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung dieses Abkommens an, warnt aber vor den Risiken für die heimische Landwirtschaft durch zusätzliche Importmengen und unterschiedliche Umwelt-, Tier- und Sozialstandards: „Die Intensivierung der Handelsbeziehungen mit Südamerika ist aus Sicht der EU nachvollziehbar. Gleichzeitig sehen wir mit großer Sorge, dass das Abkommen Marktöffnungen in besonders sensiblen Agrarbereichen vorsieht und das bei weiterhin sehr unterschiedlichen Produktionsstandards“, erklärt BLHV-Präsident Bernhard Bolkart. Vor allem die vorgesehenen zusätzlichen Importkontingente für Rind- und Geflügelfleisch, Zucker und Ethanol erhöhen den Wettbewerbsdruck auf die heimischen Betriebe erheblich. Für die kleinstrukturierte Landwirtschaft in Baden-Württemberg bedeutet dies eine zusätzliche Belastung in ohnehin angespannten Märkten. Der BLHV fordert deshalb eine konsequente Umsetzung der im Abkommen verankerten Schutzklauseln und verbindliche Kontrollen der Produktionsbedingungen in den Mercosur-Staaten.
Gleichzeitig richtet der Verband einen klaren Appell an die deutsche Politik: „Wer den globalen Wettbewerb weiter öffnet, muss unsere Betriebe im Inland entlasten. Der versprochene Bürokratieabbau und ein Ende des Gold Plating sind jetzt überfällig”, so Bolkart. Nur mit einer spürbaren Entlastung bei Dokumentationspflichten, Genehmigungsverfahren und Kontrollen könne die heimische Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb bestehen. Gleichzeitig ruft der BLHV Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, mit ihrem Einkauf ein klares Zeichen zu setzen: „Mit dem Kauf regionaler Produkte stärken sie diejenigen Betriebe, die Verantwortung für Tierwohl, Umwelt und die Versorgungssicherheit in unserer Region übernehmen.“
Herzliche Grüße aus Freiburg
Ihr Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) beteiligt sich heute an der Kundgebung der europäischen Bauernverbände in Straßburg. Im Zentrum der Proteste stehen das kürzlich unterzeichnete Partnerschafts- und Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).
Der BLHV erkennt die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung dieses Abkommens an, warnt aber vor den Risiken für die heimische Landwirtschaft durch zusätzliche Importmengen und unterschiedliche Umwelt-, Tier- und Sozialstandards: „Die Intensivierung der Handelsbeziehungen mit Südamerika ist aus Sicht der EU nachvollziehbar. Gleichzeitig sehen wir mit großer Sorge, dass das Abkommen Marktöffnungen in besonders sensiblen Agrarbereichen vorsieht und das bei weiterhin sehr unterschiedlichen Produktionsstandards“, erklärt BLHV-Präsident Bernhard Bolkart. Vor allem die vorgesehenen zusätzlichen Importkontingente für Rind- und Geflügelfleisch, Zucker und Ethanol erhöhen den Wettbewerbsdruck auf die heimischen Betriebe erheblich. Für die kleinstrukturierte Landwirtschaft in Baden-Württemberg bedeutet dies eine zusätzliche Belastung in ohnehin angespannten Märkten. Der BLHV fordert deshalb eine konsequente Umsetzung der im Abkommen verankerten Schutzklauseln und verbindliche Kontrollen der Produktionsbedingungen in den Mercosur-Staaten.
Gleichzeitig richtet der Verband einen klaren Appell an die deutsche Politik: „Wer den globalen Wettbewerb weiter öffnet, muss unsere Betriebe im Inland entlasten. Der versprochene Bürokratieabbau und ein Ende des Gold Plating sind jetzt überfällig”, so Bolkart. Nur mit einer spürbaren Entlastung bei Dokumentationspflichten, Genehmigungsverfahren und Kontrollen könne die heimische Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb bestehen. Gleichzeitig ruft der BLHV Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, mit ihrem Einkauf ein klares Zeichen zu setzen: „Mit dem Kauf regionaler Produkte stärken sie diejenigen Betriebe, die Verantwortung für Tierwohl, Umwelt und die Versorgungssicherheit in unserer Region übernehmen.“
Herzliche Grüße aus Freiburg
Ihr Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.