Was viele Betriebe derzeit prägt, ist ein Gefühl der Zerrissenheit, denn zwischen politischem Anspruch und wirtschaftlicher Realität klafft eine Lücke. Deutschland schraubt die Standards hoch, legt bei der Umsetzung europäischer Vorgaben noch eins drauf, verlangt mehr Tierwohl, mehr Umweltleistungen, mehr Nachweise und überlässt die Landwirtschaft dann einem Markt, der dieses „Mehr“ nicht bezahlt. Das passt nicht zusammen. Entweder gelten Regeln einheitlich oder sie werden zum Wettbewerbsnachteil. Diese Zerrissenheit ist kein neues Phänomen, sie wird aber zunehmend verschärft. Internationale Handelsabkommen wie Mercosur wirken dabei wie ein Brandbeschleuniger. Deutschland braucht wirtschaftliche Stärke und außenwirtschaftliche Spielräume, das sehen wir. Aber: Wenn Märkte weiter geöffnet werden, ohne die Spielregeln anzugleichen, wächst der Druck auf heimische Betriebe weiter – und das ist kein „hinzunehmender Kollateralschaden“!
Die politische Antwort bleibt unzureichend. Vorgezogene Mittel in der GAP taugen als Pflaster, lösen das Problem aber nicht. Was die Betriebe brauchen, ist echte Entlastung: weniger Bürokratie, mehr Handlungsspielraum und eine verlässliche Honorierung der Leistungen, die sie erbringen.
Genau da setzen wir an! Im Spitzengespräch mit Aldi, Lidl, Edeka und Rewe haben wir konkrete Schritte vereinbart: Vorrang für regionale Produkte, stärkere Bewerbung heimischer Erzeugnisse und den Ausbau privatwirtschaftlicher Rahmenverträge. Parallel machen wir in der Politik deutlich, was nötig ist. In Gesprächen mit der Politik, wie zuletzt mit CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, fordern wir Entlastungen bei Auflagen und ein Ende des deutschen Sonderwegs.
Bernhard Bolkart
Was viele Betriebe derzeit prägt, ist ein Gefühl der Zerrissenheit, denn zwischen politischem Anspruch und wirtschaftlicher Realität klafft eine Lücke. Deutschland schraubt die Standards hoch, legt bei der Umsetzung europäischer Vorgaben noch eins drauf, verlangt mehr Tierwohl, mehr Umweltleistungen, mehr Nachweise und überlässt die Landwirtschaft dann einem Markt, der dieses „Mehr“ nicht bezahlt. Das passt nicht zusammen. Entweder gelten Regeln einheitlich oder sie werden zum Wettbewerbsnachteil. Diese Zerrissenheit ist kein neues Phänomen, sie wird aber zunehmend verschärft. Internationale Handelsabkommen wie Mercosur wirken dabei wie ein Brandbeschleuniger. Deutschland braucht wirtschaftliche Stärke und außenwirtschaftliche Spielräume, das sehen wir. Aber: Wenn Märkte weiter geöffnet werden, ohne die Spielregeln anzugleichen, wächst der Druck auf heimische Betriebe weiter – und das ist kein „hinzunehmender Kollateralschaden“!
Die politische Antwort bleibt unzureichend. Vorgezogene Mittel in der GAP taugen als Pflaster, lösen das Problem aber nicht. Was die Betriebe brauchen, ist echte Entlastung: weniger Bürokratie, mehr Handlungsspielraum und eine verlässliche Honorierung der Leistungen, die sie erbringen.
Genau da setzen wir an! Im Spitzengespräch mit Aldi, Lidl, Edeka und Rewe haben wir konkrete Schritte vereinbart: Vorrang für regionale Produkte, stärkere Bewerbung heimischer Erzeugnisse und den Ausbau privatwirtschaftlicher Rahmenverträge. Parallel machen wir in der Politik deutlich, was nötig ist. In Gesprächen mit der Politik, wie zuletzt mit CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, fordern wir Entlastungen bei Auflagen und ein Ende des deutschen Sonderwegs.
Bernhard Bolkart