News Forderungen Verbandsarbeit

Sorgen um Standards

Der BLHV beteiligte sich mit einer Delegation an der Kundgebung der europäischen Bauernverbände am 20. Januar in Straßburg. Im Fokus standen das EU-Mercosur-Abkommen und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

 Auf der Kundgebung der europäischen Bauernverbände zum EU-Mercosur-Abkommen und zur  Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) am 20. Januar in Straßburg erklärte BLHV-Präsident Bernhard Bolkart: „Die Intensivierung der Handelsbeziehungen mit Südamerika ist in der aktuellen geopolitischen Situation nachvollziehbar. Gleichzeitig sehen wir mit Sorge, dass das Abkommen Marktöffnungen in besonders sensiblen Agrarbereichen vorsieht und das bei sehr unterschiedlichen Produktionsstandards.“

Derzeit seien die Folgen der zusätzlichen Importkontingente insbesondere für Rind- und Geflügelfleisch, Zucker und Ethanol auf die heimischen Betriebe noch nicht absehbar. BLHV-Kreisvorsitzender Thomas Huschle sagte auf der Bühne vor dem EU-Parlament: „Wir sind nicht gegen Freihandel, sehen aber unsere hohen Standards gefährdet. Uns fehlt das Vertrauen in die Politik, dass die vereinbarten Schutzmechanismen greifen.“

Neben der Forderung in Richtung der EU nach wirksamen Kontrollmechanismen richtet der Verband einen klaren Appell an die deutsche Politik: Nur durch spürbare Entlastungen bei Dokumentationspflichten, Genehmigungsverfahren und Kontrollen könne die heimische Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb bestehen, erklärte Bolkart.

Tasmin Taskale