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Zumeldung des BLHV zur Pressemitteilung des Landesbauernverbandes (LBV) gemeinsam mit dem Landesmarktverband Vieh und Fleisch

„Schweinehaltung in Baden-Württemberg unter enormen Druck: Verbände fordern Sonderförderprogramm“ vom 23. April 2026 

Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) unterstützt die Forderung des Landesbauernverbandes (LBV) und des Landesmarktverbandes nach einem gezielten Sonderförderprogramm für die Schweinehaltung ausdrücklich. Auch die schweinehaltenden Betriebe in Südbaden stehen vor massiven Herausforderungen: stark gestiegene Investitionskosten, verschärfte gesetzliche Vorgaben, fehlende Planungssicherheit und Erlöse, die nicht kostendeckend sind. „Die Forderung nach einem Sonderförderprogramm für die Schweinehaltung kommt keinen Tag zu früh“, betont Michael Fröhlin, stellvertretender Vorsitzender des BLHV‑Fachausschusses Vieh und Fleisch und Schweinehalter aus Buggingen. Er fügt hinzu: „Hier in Südbaden haben wir überwiegend kleinere Betriebe, häufig mit regionaler Metzgervermarktung und gewachsenen Kreisläufen. Diese kleinen Strukturen müssen mitgedacht werden.“

Erforderlich sei ein verlässliches, gestaffeltes Förderprogramm, das unterschiedliche Betriebsgrößen und regionale Strukturen berücksichtigt und sich nicht allein auf höhere Haltungsstufen fokussiert. „Es gibt eine große Vielfalt an Haltungssystemen. Viele kleinere Betriebe können formale Haltungsstufen oft nicht vollständig abbilden, wirtschaften dennoch tierwohlorientiert und verantwortungsvoll. Das muss in einem Förderprogramm abgebildet werden“, so Fröhlin.

Der BLHV betont die Notwendigkeit, die Schweinehaltung in Baden-Württemberg klar als Teil einer regionalen, resilienten und vielfältigen Landwirtschaft zu begreifen. „Wenn wir zulassen, dass die Sauen‑ und Ferkelhaltung in Regionen wie Südbaden weiter verschwindet, dann reden wir bald nicht mehr über Tierwohlstufen, sondern über Importabhängigkeit und den Verlust regionaler Versorgung“, mahnt Fröhlin.