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BLHV-Fachausschuss Umwelt tagte online

Mit dem Nationalen Wiederherstellungsplan, Biotopverbund, Düngerecht und den begrenzten finanziellen Mitteln für Landschaftspflegeverträge standen komplexe Themen auf der Tagesordnung.

Der Fachausschuss Umwelt des BLHV kam am 27. Juli 2026 zu einer Online-Sitzung zusammen. Trotz vielerorts noch laufender Ernte fanden zahlreiche Ausschussmitglieder Zeit, sich an der Sitzung zu beteiligten und diskutierten intensiv über aktuelle umweltpolitische Herausforderungen.

Zunächst beschäftigte man sich mit der Berechnung der Offenlandflächen als Grundlage für den landesweiten Biotopverbund in Baden-Württemberg. Hier wird nicht nur die tatsächliche Offenlandfläche berücksichtigt, sondern auch ein 100 Meter breiter Waldrandstreifen entlang von Wäldern. Dadurch vergrößert sich die Kulisse der Biotopverbundflächen erheblich.

Kritisch wurde im Ausschuss hinterfragt, ob jeder Waldrand tatsächlich die Eigenschaften einer Offenlandfläche aufweist und somit für die Zielsetzung des Biotopverbundes geeignet ist. Zudem wurde diskutiert, dass geplante Maßnahmen häufig auf gut bewirtschaftbaren, produktiven landwirtschaftlichen Flächen umgesetzt werden. Dies könne zu Nutzungskonflikten führen und die landwirtschaftliche Produktion auf hochwertigen Flächen zunehmend einschränken. Für absolut wichtig befand das Gremium, dass sich die Landwirtschaft aktiv bei der Biotopverbundplanung beteiligt und kritisch hinterfragt.

Ausführlich diskutiert wurde die Naturwiederherstellungsverordnung der Europäischen Union und die Frage, welche Konsequenzen sich aus dem nationalen Wiederherstellungsplan für die Landwirtschaft ergeben könnten. Der hohe Abstraktionsgrad des Plans erschwert eine klare Einordnung.

Weiter beschäftigte sich das Gremium mit der Ausgestaltung der Verursachergerechtigkeit im Düngerecht. Aus Sicht des Ausschusses muss ein zukünftiges Modell den bisherigen Erfolgen in Baden-Württemberg gerecht werden. Der Ausschuss positioniert sich klar zum von Baden-Württemberg vorangetriebenen Modell mit Erhalt der Roten Gebiete.

In Bezug auf knappe LPR-Gelder fordert das Gremium, dass ein möglichst hoher Anteil der Gelder bei den Praktikern ankommen und nicht durch den Verwaltungsapparat geschmälert werden sollte.

Patrik Heizmann