Vier Kernforderungen sollen die Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen und Frauen in der Landwirtschaft verbessern.
Wie können landwirtschaftliche Unternehmerinnen bei Betriebsübernahmen, Neugründungen und der Weiterentwicklung ihrer Betriebe besser unterstützt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der BLHV-Unternehmerinnenausschuss am 21. Oktober auf dem Kirschhof in Kehl-Bodersweier.
Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung von Anne Körkels Betrieb „Annes Hahnauer Freilandhähnchen“. Die stellvertretende Vorsitzende des Unternehmerinnenausschusses gab Einblicke in die Entwicklung ihres Unternehmens. Die Geschichte, wie aus kleinen Anfängen mit viel Mut, fachlicher Expertise und einem Schritt nach dem anderen ein eigener Kundenstamm aufgebaut wurde, ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Frauen unternehmerische Chancen in der Landwirtschaft nutzen und eigene Wege gehen können.
Im Austausch mit Silvia Tappe, Leiterin des Referats Frauen, Familie und Beruf des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg (MLR) ging es um bestehende Unterstützungsangebote und mögliche Verbesserungen. Auch das Förderprogramm „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum“ (IMF) wurde erklärt und diskutiert.
Der Unternehmerinnenausschuss trifft sich einmal im Jahr auf dem Hof eines Ausschussmitgliedes. Dieses Mal bei Anne Körkel auf dem Kirschhof.Die Ausschussvorsitzende Marianne Koch diskutiert mit den Teilnehmerinnen die Kernforderungen.
Im Mittelpunkt stand die Erarbeitung eines ersten Forderungspapiers an das MLR. Ausgehend von der Bewertung des baden-württembergischen Koalitionsvertrags aus Sicht landwirtschaftlicher Unternehmerinnen wurden vier Kernforderungen formuliert: Gründung und Finanzierung erleichtern, Vereinbarkeit und betriebliche Absicherung verbessern, Frauengesundheit und Arbeitsbedingungen stärker berücksichtigen sowie neue Einkommensmöglichkeiten unterstützen.
Konkret geht es unter anderem um niedrigere Förderhürden, verlässliche Kinderbetreuung und Vertretungslösungen, bessere Präventionsangebote sowie vereinfachte Umnutzungen landwirtschaftlicher Gebäude. Ziel ist es, die besonderen Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft stärker in politischen Entscheidungen und Förderprogrammen zu berücksichtigen.
Die vier Kernforderungen sollen nun dem BLHV-Vorstand zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Anschließend sollen sie als Grundlage dienen, um die Anliegen landwirtschaftlicher Unternehmerinnen gebündelt gegenüber der Ministerin zu vertreten.
Veranstaltungen für Unternehmerinnen und Frauen in der Landwirtschaft
In den kommenden Monaten bietet der BLHV drei Online-Veranstaltungen an, die Frauen in der Landwirtschaft bei ihrer unternehmerischen Entwicklung stärken und konkrete Hilfestellungen für den Betriebsalltag geben.
Selbst ist die Frau – auch beim Thema Absicherung! Mittwoch, 24. Februar 2027, 10:00–11:30 Uhr Das Seminar mit Anne Dirksen richtet sich an Unternehmerinnen in Landwirtschaft und Gartenbau und widmet sich Fragen der persönlichen und betrieblichen Absicherung.
Weitere Informationen zur Teilnahme und Anmeldung werden über die Kommunikationskanäle des BLHV bekannt gegeben.
Michaela Schöttner
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Vier Kernforderungen sollen die Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen und Frauen in der Landwirtschaft verbessern.
Wie können landwirtschaftliche Unternehmerinnen bei Betriebsübernahmen, Neugründungen und der Weiterentwicklung ihrer Betriebe besser unterstützt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der BLHV-Unternehmerinnenausschuss am 21. Oktober auf dem Kirschhof in Kehl-Bodersweier.
Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung von Anne Körkels Betrieb „Annes Hahnauer Freilandhähnchen“. Die stellvertretende Vorsitzende des Unternehmerinnenausschusses gab Einblicke in die Entwicklung ihres Unternehmens. Die Geschichte, wie aus kleinen Anfängen mit viel Mut, fachlicher Expertise und einem Schritt nach dem anderen ein eigener Kundenstamm aufgebaut wurde, ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Frauen unternehmerische Chancen in der Landwirtschaft nutzen und eigene Wege gehen können.
Im Austausch mit Silvia Tappe, Leiterin des Referats Frauen, Familie und Beruf des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg (MLR) ging es um bestehende Unterstützungsangebote und mögliche Verbesserungen. Auch das Förderprogramm „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum“ (IMF) wurde erklärt und diskutiert.
Im Mittelpunkt stand die Erarbeitung eines ersten Forderungspapiers an das MLR. Ausgehend von der Bewertung des baden-württembergischen Koalitionsvertrags aus Sicht landwirtschaftlicher Unternehmerinnen wurden vier Kernforderungen formuliert: Gründung und Finanzierung erleichtern, Vereinbarkeit und betriebliche Absicherung verbessern, Frauengesundheit und Arbeitsbedingungen stärker berücksichtigen sowie neue Einkommensmöglichkeiten unterstützen.
Konkret geht es unter anderem um niedrigere Förderhürden, verlässliche Kinderbetreuung und Vertretungslösungen, bessere Präventionsangebote sowie vereinfachte Umnutzungen landwirtschaftlicher Gebäude. Ziel ist es, die besonderen Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft stärker in politischen Entscheidungen und Förderprogrammen zu berücksichtigen.
Die vier Kernforderungen sollen nun dem BLHV-Vorstand zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Anschließend sollen sie als Grundlage dienen, um die Anliegen landwirtschaftlicher Unternehmerinnen gebündelt gegenüber der Ministerin zu vertreten.
Veranstaltungen für Unternehmerinnen und Frauen in der Landwirtschaft
In den kommenden Monaten bietet der BLHV drei Online-Veranstaltungen an, die Frauen in der Landwirtschaft bei ihrer unternehmerischen Entwicklung stärken und konkrete Hilfestellungen für den Betriebsalltag geben.
Vom Mut, den ersten Schritt zu wagen – Selbstständigkeit von Frauen
Donnerstag, 19. November 2026, 20:00–21:30 Uhr
Frauen berichten von ihren Erfahrungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und machen Mut, eigene Ideen umzusetzen.
Stark als Frau – souverän im Betrieb: Selbstbewusst auftreten und geschickt verhandeln
Donnerstag, 28. Januar 2027, 19:00–21:00 Uhr
Mit Stephanie Lange geht es darum, das eigene Auftreten zu stärken und Verhandlungen im betrieblichen Alltag souverän zu führen.
Selbst ist die Frau – auch beim Thema Absicherung!
Mittwoch, 24. Februar 2027, 10:00–11:30 Uhr
Das Seminar mit Anne Dirksen richtet sich an Unternehmerinnen in Landwirtschaft und Gartenbau und widmet sich Fragen der persönlichen und betrieblichen Absicherung.
Weitere Informationen zur Teilnahme und Anmeldung werden über die Kommunikationskanäle des BLHV bekannt gegeben.
Michaela Schöttner