Wiesenmeister 2018

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Wiesenmeister 2018

| Natur & Umwelt

In Kooperation von Naturpark Südschwarzwald und BLHV fand dieses Jahr die sechste Wiesenmeisterschaft im Südschwarzwald statt.

Bei dem Wettbewerb werden Wiesen und Weiden prämiert, die ökologisch wertvoll sind und sich zugleich für die landwirtschaftliche Nutzung eignen. Neben der botanischen Vielfalt und dem ökologischen Potenzial werden Futterertrag und Futterqualität bewertet. Am  6. Juni war eine Fachjury im Südschwarzwald unterwegs, um die diesjährigen Wiesenmeister zu bestimmen. Schon bei der Vorauswahl der Flächen durch Dr. Constanze Buhk vom Institut für Agrarökologie und Biodiversität in Mannheim war klar, dass  fast alle Flächen eine sehr hohe Qualität aufweisen. Umso schwerer war deshalb die  Aufgabe der achtköpfigen Jury. Sie musste letztlich die sieben Preisträger in den Kategorien „artenreiche Flachlandwiesen“ und „artenreiche Bergwiesen“ bestimmen und verlieh dazu noch einen Sonderpreis. Die Jury setzte sich aus Fachleuten der Bereiche Landwirtschaft und Naturschutz zusammen. Mit dabei waren neben Dr. Buhk Martin Geisel und Hans Page vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) sowie Martin Gräßlin vom Landwirtschaftsamt Emmendingen und Padraig Elsner vom BLHV, außerdem Holger Wegner vom Naturpark Südschwarzwald. Zusätzlich zur Wiesenmeisterschaft hat der Naturpark  wieder eine Schüler-Wiesenmeisterschaft organisiert. Hierzu haben Landwirtinnen und Landwirte in Ausbildung unter anderem zwei der im diesjährigen Wettbewerb prämierten Flächen begutachtet. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Anja Laber und Nikolaus König: Es sei sehr wichtig, die angehenden Landwirte  für die Zusammenhänge zwischen ökonomischen und ökologischen Zielen der Grünlandbewirtschaftung zu sensibilisieren. Die Schüler sollen erkennen, dass diese Ziele nicht widersprüchlich sein müssen, sondern ein guter Kompromiss aus beiden optimal ist, betonten beide. Vor der  Exkursion erhielten die Schüler eine theoretische Einführung in die Bewertung von Wiesen durch die Juryexpertin Constanze Buhk. Neben der Einschätzung des Futter- und des Naturschutzwertes war hier das Erkennen von Giftpflanzen ein wichtiger Lehrinhalt. Im praktischen Vergleich von zwei steilen, flachgründigen Bergwiesen mit einer ebeneren, wüchsigeren Fläche wurde den Schülern anschaulich gemacht, dass sich auf beiden Standorten mit geschicktem Wiesenmanagement ökologisch vielfältige Wiesen mit mengenmäßig akzeptablem und hochwertigem Futter für das Vieh erreichen lassen.

 

Preisträger:

Hubertus Disch, Elzach-Yach
Alois Joos, Simonswald-Wildgutach
Friedrich Kern, Freiamt
Sabine Ulrike Schindler, Simonswald-Haslach
Adolf Schmieder, Biederbach
Thomas Schuler, Simonswald-Wildgutach
Sabina Schwaer, Elzach-Yach
Hubert Stockburger, Simonswald

 

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