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BLHV-Tätigkeitsbericht 2026

2026 war ein außergewöhnlich schwieriges Jahr für unsere Land- und Forstwirtschaft. Die anhaltende Dürre hat zu erheblichen Ernteausfällen, Futtermangel und großen finanziellen Belastungen geführt. Gleichzeitig setzen steigende Energie- und Lohnkosten, niedrige Erzeugerpreise, unsichere Märkte und immer neue Vorgaben die Betriebe zusätzlich unter Druck.

Gerade in dieser Lage ist eine starke und geschlossene Interessenvertretung besonders wichtig. Der BLHV hat die Situation frühzeitig auf die politische Agenda gebracht und schnelle, unbürokratische Unterstützung eingefordert. Dieser Einsatz hat konkrete Ergebnisse gebracht: Das Land stellt Futtermittelhilfen von bis zu fünf Millionen Euro bereit und zusätzliche Flächen können zur Futtergewinnung genutzt werden. Auf Bundesebene wurde das Liquiditätsprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank auf 500 Millionen Euro aufgestockt. Die Hilfen lösen nicht alle Probleme, aber sie zeigen: Beharrlicher politischer Druck und eine klare Stimme bewirken etwas.

Auch über die akute Krise hinaus konnten wir wichtige Fortschritte erreichen. Zentrale Anliegen unseres Zukunftsplans fanden Eingang in den Koalitionsvertrag, darunter der Schutz hochwertiger landwirtschaftlicher Böden, die Stärkung des land- und forstwirtschaftlichen Eigentums, schnellere Genehmigungsverfahren sowie eine stärkere Junglandwirte-Förderung. Bei der Gemeinsamen Agrarpolitik wurde die praxisferne Regelung zum regelmäßigen Grünlandumbruch durch eine Stichtagsregelung ersetzt. Im Weinbau wurden unter anderem die Drieschenregelung und das Sofortprogramm Weinbau aufgegriffen. Wir haben uns weiterhin für ein wirksames Management von Wolf, Biber und Saatkrähe sowie für praxistaugliche Lösungen im Natur- und Artenschutz eingesetzt.

Die erreichten Fortschritte sind das Ergebnis gemeinsamer Arbeit: des Engagements unserer Ehrenamtlichen, zahlreicher Gespräche und des Einsatzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank.

Die Herausforderungen bleiben groß. Umso wichtiger ist es, dass wir geschlossen auftreten, Missstände klar benennen und zugleich konkrete Lösungen vorschlagen. Wir werden auch künftig mit Nachdruck dafür kämpfen, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte, Winzerinnen und Winzer sowie Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer verlässliche Rahmenbedingungen und echte Zukunftsperspektiven erhalten.

Herzlichst

Bernhard Bolkart, BLHV-Präsident

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