Wenn die Ansprüche in unserer Gesellschaft an Qualität, Sicherheit und Preiswertigkeit der Lebensmittel steigen oder gar zu groß werden, dürfen wir unsere Landwirtschaft nicht alleine lassen. Die Land- und Weinwirtschaft steht zudem unter dem Druck des Klima- und Strukturwandels, was die ökonomische Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe verschärft. Dies kann zu Spannungen und Belastungen führen, die sich bis auf das persönliche Befinden der Landwirtinnen und Landwirte und Winzerinnen und Winzer auswirken können. Damit Belastungssituationen nicht zur Überforderung und Betriebsaufgaben führen oder noch gravierendere Folgen haben, hat Minister Peter Hauk MdL im vergangenen Jahr den Runden Tisch „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ ins Leben gerufen, um hier nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Daran beteiligen sich Vertreter der Bauern- und Weinbauverbände, der Landjugend und Landfrauen, der Kirchen, des Landkreistags, der SVLFG sowie weitere Institutionen. Diese Suche mündet mit dem Projekt „InVerantwortung“ in konkrete Unterstützung.
Seit dem 1. Januar 2026 läuft das Projekt „InVerantwortung“. Ziel ist es, bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote besser zu vernetzen und landesweit zugänglich zu machen. Landwirte und Winzer sollen in schwierigen Situationen – ob betrieblicher, familiärer oder gesundheitlicher Art – schnell passende Hilfe finden.
Ein zentraler Baustein des Projekts sind Vertrauenspersonen bei den Bauern- und Weinbauverbänden. Die Vertrauenspersonen stammen aus dem landwirtschaftlichen Umfeld, da sie das Berufsbild kennen und Lebenssituationen nachvollziehen können. Sie sollen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Betroffene vor Ort sein und im direkten Austausch konkreten Unterstützungsbedarf identifizieren. Die Vertrauensperson soll als eine Art Lotse agieren und geeignete Unterstützungspersonen oder Einrichtungen vermitteln, welche bei der Problemlösung die erforderliche Hilfestellung bieten können. Unterstützt wird dies durch das Ministerium für Ernährung Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit der Bereitstellung finanzieller Mittel von insgesamt 350.000 Euro.
Landwirtschaftsminister Peter Hauk betont: „Uns geht es darum, hinter der anspruchsvollen Arbeit unserer Landwirte und Winzer nicht nur die harten Fakten zu sehen, sondern die Menschen und die Familien in den Mittelpunkt zu stellen. Die Herausforderungen, die jeden Tag von Seiten der Politik, des Handels, der Gesellschaft an sie gestellt werden, sind groß. Wir wollen mehr Verständnis für die Arbeit auf unseren Betrieben wecken, aber auch die Betriebe sensibilisieren, dass Beratung und Unterstützung kein Zeichen von Schwäche sind. Daher wollen wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Die Verantwortungspersonen im BLHV-Gebiet stellen sich vor:
Kerstin Mock
Die Diplom-Ingenieurin (FH) studierte von 1996 bis 2001 Agrarwirtschaft an der Fachhochschule Nürtingen, absolvierte ein Auslandssemester in Wisconsin, USA, und legte die Ausbildereignungsprüfung erfolgreich ab. Zwischenzeitlich war sie bei der Hewlett-Packard GmbH tätig. Seit Abschluss des Studiums ist sie Gesellschafterin der Mock GbR Landwirtschaft und Geschäftsführerin des Betriebszweiges Ferien auf dem Stüblehof. Dort ist sie mitverantwortlich in der landwirtschaftliche Betriebsführung, organisiert Büro- sowie Gästemanagement und verantwortet die Kälberaufzucht und die Buchführung. Seit 2021 ist sie zudem freiberufliche Coachin. Sie verfügt über Ausbildungen in systemischem Coaching, PSEnergy-Therapie und dem Triadischen Prinzip. Ergänzend hat sie Fortbildungen in Kommunikation, Krisenbegleitung und psychosozialen Themen absolviert.
„In jedem Menschen, in jedem Betrieb und in jeder Krise steckt Potential. Meine Motivation als Vertrauensperson ist es, den Blick wieder auf die Möglichkeiten zu lenken, weg vom reinen Problemdenken. Dabei die Fähigkeiten und Talente der BetriebsleiterInnen und deren Familien mit einzubeziehen, damit betrieblicher Erfolg, persönliche Zufriedenheit und Lebensqualität wachsen.“ Kerstin Mock
Der 65-Jährige Agrarwissenschaftler studierte von 1982 bis 1986 an der Gesamthochschule Kassel, der heutigen Universität Kassel. Nach dem anschließenden Zivildienst begann er seine berufliche Laufbahn beim Landwirtschaftsamt Waldshut. Dort war er von 1988 bis 2009 als Berater tätig und betreute insbesondere die Fachbereiche Wasserschutz und Tierhaltung. Parallel zu dieser Tätigkeit führte er von 1998 bis 2009 ein nebenberufliches landwirtschaftliches Beratungsbüro. In diesem Rahmen unterstützte er landwirtschaftliche Betriebe vor allem bei der Antragsberatung und -bearbeitung sowie bei der Kontrolle ökologisch wirtschaftender Betriebe. Im Jahr 2009 wechselte er in die Kommunalpolitik und wurde zum Bürgermeister der Gemeinde Kleines Wiesental gewählt. Dieses Amt übte er bis 2025 aus und gestaltete in dieser Zeit die Entwicklung der Schwarzwaldgemeinde maßgeblich mit. Seit Juni 2025 befindet er sich im Ruhestand.
„Landwirtinnen und Landwirte stehen heute im Zentrum widersprüchlicher gesellschaftlicher Erwartungen: Sie sollen hochwertige Lebensmittel möglichst günstig produzieren und zugleich immer strengere Umweltauflagen erfüllen. Diese Spannungen können auch im privaten Umfeld der Betriebe belasten. Deshalb ist dieses Unterstützungsnetzwerk für aus meiner Sicht dringend notwendig.“ Gerd Schönbett
Hubert Zöllin Der 53-jährige gelernte Weinküfermeister kommt aus Auggen im Markgräflerland. Nach einer Ausbildung zum Weintechnologen und einem Abschluss als Weinküfermeister im Jahr 2002 war Hubert Zöllin in unterschiedlichen Weingütern und Winzergenossenschaften tätig, etwa bei der Durbacher Winzer eG , beim Badischen Winzerkeller oder im Landesweingut Kloster Pforta in Bad Kösen sowie im Weingut Fritz Keller. Bevor er 2008 als Außendienstmitarbeiter zum Badischen Weinbauverband kam, war er u.a. Teilhaber eines eigenen Weingutes. Durch seine Tätigkeit im Verband kennt Hubert Zöllin die meisten Betriebe, deren Inhaber und Mitarbeiter in Baden und genießt deren Vertrauen. Er ist direkter Ansprechpartner für viele Kellermeister und dadurch bestens vernetzt und informiert. Das prädestiniert ihn für die Tätigkeit im Projekt InVerantwortung, genau wie seine offene, menschliche Art. Diese stellt er nicht nur in der beruflichen Tätigkeit unter Beweis, er bringt sich auch im privaten Umfeld ein, etwa als ehrenamtliche Aufsicht im Jugendtreff der Gemeinde Auggen. Dort übernimmt er seit 2023 Verantwortung für die Betreuung und Begleitung von Jugendlichen, sorgt für den reibungslosen Ablauf im Treff und steht den Jugendlichen als Ansprechperson zur Verfügung.
Stefan Leichenauer, Landwirt und BLHV-Kreisvorsitzender Konstanz, übernimmt die Koordination des Projekts BLHV-seitig. Er ist erreichbar unter stefan.leichenauer@blhv.de.
Bei den Vertrauenspersonen handelt sich nicht um Therapeuten bzw. Psychologen, welche in schweren psychologischen Krisensituationen die Beratung übernehmen. Aus diesem Grunde stehen die Vertrauenspersonen auch nicht Rund um die Uhr zur Verfügung. Sollte sich die Krise derartig manifestiert haben, dass therapeutische und/oder schnelle Hilfe gebrauch wird, stehen den Betroffenen die Kolleginnen und Kollegen der SVLFG an der Krisenhotline jederzeit anonym zur Verfügung. Die Krisenhotline erreichen Sie unter 0561 785–10101, und zwar 24/7. Näheres erfahren Sie unter https://www.svlfg.de/krisenhotline
Wenn die Ansprüche in unserer Gesellschaft an Qualität, Sicherheit und Preiswertigkeit der Lebensmittel steigen oder gar zu groß werden, dürfen wir unsere Landwirtschaft nicht alleine lassen. Die Land- und Weinwirtschaft steht zudem unter dem Druck des Klima- und Strukturwandels, was die ökonomische Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe verschärft. Dies kann zu Spannungen und Belastungen führen, die sich bis auf das persönliche Befinden der Landwirtinnen und Landwirte und Winzerinnen und Winzer auswirken können. Damit Belastungssituationen nicht zur Überforderung und Betriebsaufgaben führen oder noch gravierendere Folgen haben, hat Minister Peter Hauk MdL im vergangenen Jahr den Runden Tisch „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ ins Leben gerufen, um hier nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Daran beteiligen sich Vertreter der Bauern- und Weinbauverbände, der Landjugend und Landfrauen, der Kirchen, des Landkreistags, der SVLFG sowie weitere Institutionen. Diese Suche mündet mit dem Projekt „InVerantwortung“ in konkrete Unterstützung.
Seit dem 1. Januar 2026 läuft das Projekt „InVerantwortung“. Ziel ist es, bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote besser zu vernetzen und landesweit zugänglich zu machen. Landwirte und Winzer sollen in schwierigen Situationen – ob betrieblicher, familiärer oder gesundheitlicher Art – schnell passende Hilfe finden.
Ein zentraler Baustein des Projekts sind Vertrauenspersonen bei den Bauern- und Weinbauverbänden. Die Vertrauenspersonen stammen aus dem landwirtschaftlichen Umfeld, da sie das Berufsbild kennen und Lebenssituationen nachvollziehen können. Sie sollen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Betroffene vor Ort sein und im direkten Austausch konkreten Unterstützungsbedarf identifizieren. Die Vertrauensperson soll als eine Art Lotse agieren und geeignete Unterstützungspersonen oder Einrichtungen vermitteln, welche bei der Problemlösung die erforderliche Hilfestellung bieten können. Unterstützt wird dies durch das Ministerium für Ernährung Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit der Bereitstellung finanzieller Mittel von insgesamt 350.000 Euro.
Landwirtschaftsminister Peter Hauk betont: „Uns geht es darum, hinter der anspruchsvollen Arbeit unserer Landwirte und Winzer nicht nur die harten Fakten zu sehen, sondern die Menschen und die Familien in den Mittelpunkt zu stellen. Die Herausforderungen, die jeden Tag von Seiten der Politik, des Handels, der Gesellschaft an sie gestellt werden, sind groß. Wir wollen mehr Verständnis für die Arbeit auf unseren Betrieben wecken, aber auch die Betriebe sensibilisieren, dass Beratung und Unterstützung kein Zeichen von Schwäche sind. Daher wollen wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Weitere Informationen unter https://www.inverantwortung.de/,Lde/Startseite
Die Verantwortungspersonen im BLHV-Gebiet stellen sich vor:
Kerstin Mock
Die Diplom-Ingenieurin (FH) studierte von 1996 bis 2001 Agrarwirtschaft an der Fachhochschule Nürtingen, absolvierte ein Auslandssemester in Wisconsin, USA, und legte die Ausbildereignungsprüfung erfolgreich ab. Zwischenzeitlich war sie bei der Hewlett-Packard GmbH tätig. Seit Abschluss des Studiums ist sie Gesellschafterin der Mock GbR Landwirtschaft und Geschäftsführerin des Betriebszweiges Ferien auf dem Stüblehof. Dort ist sie mitverantwortlich in der landwirtschaftliche Betriebsführung, organisiert Büro- sowie Gästemanagement und verantwortet die Kälberaufzucht und die Buchführung. Seit 2021 ist sie zudem freiberufliche Coachin. Sie verfügt über Ausbildungen in systemischem Coaching, PSEnergy-Therapie und dem Triadischen Prinzip. Ergänzend hat sie Fortbildungen in Kommunikation, Krisenbegleitung und psychosozialen Themen absolviert.
„In jedem Menschen, in jedem Betrieb und in jeder Krise steckt Potential. Meine Motivation als Vertrauensperson ist es, den Blick wieder auf die Möglichkeiten zu lenken, weg vom reinen Problemdenken. Dabei die Fähigkeiten und Talente der BetriebsleiterInnen und deren Familien mit einzubeziehen, damit betrieblicher Erfolg, persönliche Zufriedenheit und Lebensqualität wachsen.“ Kerstin Mock
Kontaktdaten:
kerstin.mock@blhv.de
Telefonisch tagsüber unter: +4915786760874
Gerd Schönbett
Der 65-Jährige Agrarwissenschaftler studierte von 1982 bis 1986 an der Gesamthochschule Kassel, der heutigen Universität Kassel. Nach dem anschließenden Zivildienst begann er seine berufliche Laufbahn beim Landwirtschaftsamt Waldshut. Dort war er von 1988 bis 2009 als Berater tätig und betreute insbesondere die Fachbereiche Wasserschutz und Tierhaltung. Parallel zu dieser Tätigkeit führte er von 1998 bis 2009 ein nebenberufliches landwirtschaftliches Beratungsbüro. In diesem Rahmen unterstützte er landwirtschaftliche Betriebe vor allem bei der Antragsberatung und -bearbeitung sowie bei der Kontrolle ökologisch wirtschaftender Betriebe. Im Jahr 2009 wechselte er in die Kommunalpolitik und wurde zum Bürgermeister der Gemeinde Kleines Wiesental gewählt. Dieses Amt übte er bis 2025 aus und gestaltete in dieser Zeit die Entwicklung der Schwarzwaldgemeinde maßgeblich mit. Seit Juni 2025 befindet er sich im Ruhestand.
„Landwirtinnen und Landwirte stehen heute im Zentrum widersprüchlicher gesellschaftlicher Erwartungen: Sie sollen hochwertige Lebensmittel möglichst günstig produzieren und zugleich immer strengere Umweltauflagen erfüllen. Diese Spannungen können auch im privaten Umfeld der Betriebe belasten. Deshalb ist dieses Unterstützungsnetzwerk für aus meiner Sicht dringend notwendig.“
Gerd Schönbett
Kontaktdaten:
gerd.schoenbett@blhv.de
Telefonisch tagsüber unter: +4915786760769
Hubert Zöllin
Der 53-jährige gelernte Weinküfermeister kommt aus Auggen im Markgräflerland. Nach einer Ausbildung zum Weintechnologen und einem Abschluss als Weinküfermeister im Jahr 2002 war Hubert Zöllin in unterschiedlichen Weingütern und Winzergenossenschaften tätig, etwa bei der Durbacher Winzer eG , beim Badischen Winzerkeller oder im Landesweingut Kloster Pforta in Bad Kösen sowie im Weingut Fritz Keller. Bevor er 2008 als Außendienstmitarbeiter zum Badischen Weinbauverband kam, war er u.a. Teilhaber eines eigenen Weingutes. Durch seine Tätigkeit im Verband kennt Hubert Zöllin die meisten Betriebe, deren Inhaber und Mitarbeiter in Baden und genießt deren Vertrauen. Er ist direkter Ansprechpartner für viele Kellermeister und dadurch bestens vernetzt und informiert. Das prädestiniert ihn für die Tätigkeit im Projekt InVerantwortung, genau wie seine offene, menschliche Art.
Diese stellt er nicht nur in der beruflichen Tätigkeit unter Beweis, er bringt sich auch im privaten Umfeld ein, etwa als ehrenamtliche Aufsicht im Jugendtreff der Gemeinde Auggen. Dort übernimmt er seit 2023 Verantwortung für die Betreuung und Begleitung von Jugendlichen, sorgt für den reibungslosen Ablauf im Treff und steht den Jugendlichen als Ansprechperson zur Verfügung.
Kontaktdaten:
E-Mail: verantwortung@badischer-weinbauverband.de
WhatsApp / Telefon: +49171 817 63 16
Stefan Leichenauer, Landwirt und BLHV-Kreisvorsitzender Konstanz, übernimmt die Koordination des Projekts BLHV-seitig. Er ist erreichbar unter stefan.leichenauer@blhv.de.
Bei den Vertrauenspersonen handelt sich nicht um Therapeuten bzw. Psychologen, welche in schweren psychologischen Krisensituationen die Beratung übernehmen. Aus diesem Grunde stehen die Vertrauenspersonen auch nicht Rund um die Uhr zur Verfügung.
Sollte sich die Krise derartig manifestiert haben, dass therapeutische und/oder schnelle Hilfe gebrauch wird, stehen den Betroffenen die Kolleginnen und Kollegen der SVLFG an der Krisenhotline jederzeit anonym zur Verfügung.
Die Krisenhotline erreichen Sie unter 0561 785–10101, und zwar 24/7. Näheres erfahren Sie unter https://www.svlfg.de/krisenhotline