Ein offener Briefwechsel zwischen Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) und den Präsidenten der Landesbauernverbände sorgte in der vergangenen Woche für Aufsehen. Als Mitunterzeichner bekräftigt BLHV-Präsident Werner Räpple die im Brief gestellte Forderung, dass der LEH  die europäischen Richtlinien gegen unlautere Handelspraktiken umsetzt und sich darüber hinaus endlich als Teil der Lösung einbringt. Im BLHV stießen die Äußerungen und das Verhalten des LEH auf völliges Unverständnis: Seit Jahren steige der Preisdruck auf die landwirtschaftlichen Betriebe im gleichen Maß, wie die gesetzlichen Anforderungen und Lösungen, die echte Entlastung bringen, nicht in Sicht seien. „Auch  weil der LEH sich nicht auf konstruktive Dialogprozesse einlässt“, so der BLHV. Man könne LEH-Vertreter nicht einmal für eine öffentliche Podiumsdiskussion gewinnen, so der Verband.

Langfristige Lösungen gemeinsam erarbeiten 
„Die Erzeugerseite braucht Unterstützer mit Zug- und Überzeugungskraft“, erklärt der BLHV. Die langfristigen Lösungen werde man nicht im Gesetzbuch finden, sie müssen gemeinsam erarbeitet werden, so Räpple, und fügt hinzu: „Es ist allerhöchste Zeit, um den LEH in den Dialog zu ziehen.“

Elsner

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