Mit einem Unterstützungsnetzwerk will das Land Baden-Württemberg Landwirten in schwierigen Lebenslagen helfen. Herzstück sind Vertrauenspersonen, die als Lotsen frühzeitig passende Hilfsangebote vermitteln. Eine dieser Stellen entsteht beim BLHV.
Das Land Baden-Württemberg fördert den Aufbau eines landesweiten Unterstützungsnetzwerks für Landwirtschaft und Weinbau. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirten in Krisensituationen frühzeitig Hilfe zu vermitteln. Herzstück des Projekts sind sogenannte Vertrauenspersonen, die als Lotsen vor Ort agieren und Betroffene mit passenden Hilfsangeboten verbinden. Eine dieser Stellen entsteht beim BLHV, die Position ist bereits ausgeschrieben.
Lange ein Tabuthema
„Wir haben uns seit langer Zeit dafür eingesetzt, dass psychische Belastungen in der Branche offen angesprochen und Lösungen entwickelt werden“, rekapituliert BLHV-Präsident Bernhard Bolkart. In zahlreichen Gesprächen mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hat der Verband auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein tragfähiges Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. „Wir sind dankbar für die Unterstützung des Ministeriums. Gemeinsam schaffen wir Strukturen, die Landwirtinnen und Landwirten in schwierigen Situationen helfen“, betont Bolkart.
Lotsen gesucht
Das Ministerium hatte im vergangenen Jahr einen Runden Tisch „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ einberufen, an dem Vertreterinnen und Vertreter der beiden Bauernverbände, der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau, der Landfrauen, der Landjugend, des Tierärzteverbands, der Kirchen, der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (SVLFG), Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie der Verwaltung beteiligt sind. Ziel: Ein landesweites Früherkennungsprogramm in Form eines Netzwerks, das Vertrauenspersonen umfasst, die Betroffene direkt mit geeigneten Hilfsangeboten verbinden.
Die Vertrauenspersonen sollen aus dem landwirtschaftlichen Umfeld stammen, um die Lebensrealität der Betriebe zu verstehen. Sie agieren als Lotsen, erkennen frühzeitig Belastungen und vermitteln passgenaue Unterstützung bei betrieblichen, privaten oder gesundheitlichen Krisen. Benannt werden diese Personen von den Bauern- und Weinbauverbänden. Das MLR unterstützt die Initiative mit 350.000 Euro aus dem Strategiedialog Landwirtschaft. Minister Peter Hauk überreichte Ende des vergangenen Jahres die Förderbescheide an die beteiligten Verbände. Die Stelle beim BLHV ist aktuell ausgeschrieben.
Neben der Etablierung der Vertrauenspersonen werden Schulungs- und Fortbildungsangebote für die Verwaltung entwickelt. Auch angehende Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter sollen bereits in den Fachschulen für die Herausforderungen des Berufsalltags sensibilisiert werden. Lehrpläne werden angepasst, und gemeinsam mit Heimvolkshochschulen entstehen passgenaue Bildungsangebote.
Tasmin Taskale
Mit einem Unterstützungsnetzwerk will das Land Baden-Württemberg Landwirten in schwierigen Lebenslagen helfen. Herzstück sind Vertrauenspersonen, die als Lotsen frühzeitig passende Hilfsangebote vermitteln. Eine dieser Stellen entsteht beim BLHV.
Das Land Baden-Württemberg fördert den Aufbau eines landesweiten Unterstützungsnetzwerks für Landwirtschaft und Weinbau. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirten in Krisensituationen frühzeitig Hilfe zu vermitteln. Herzstück des Projekts sind sogenannte Vertrauenspersonen, die als Lotsen vor Ort agieren und Betroffene mit passenden Hilfsangeboten verbinden. Eine dieser Stellen entsteht beim BLHV, die Position ist bereits ausgeschrieben.
Lange ein Tabuthema
„Wir haben uns seit langer Zeit dafür eingesetzt, dass psychische Belastungen in der Branche offen angesprochen und Lösungen entwickelt werden“, rekapituliert BLHV-Präsident Bernhard Bolkart. In zahlreichen Gesprächen mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hat der Verband auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein tragfähiges Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. „Wir sind dankbar für die Unterstützung des Ministeriums. Gemeinsam schaffen wir Strukturen, die Landwirtinnen und Landwirten in schwierigen Situationen helfen“, betont Bolkart.
Lotsen gesucht
Das Ministerium hatte im vergangenen Jahr einen Runden Tisch „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ einberufen, an dem Vertreterinnen und Vertreter der beiden Bauernverbände, der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau, der Landfrauen, der Landjugend, des Tierärzteverbands, der Kirchen, der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (SVLFG), Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie der Verwaltung beteiligt sind. Ziel: Ein landesweites Früherkennungsprogramm in Form eines Netzwerks, das Vertrauenspersonen umfasst, die Betroffene direkt mit geeigneten Hilfsangeboten verbinden.
Die Vertrauenspersonen sollen aus dem landwirtschaftlichen Umfeld stammen, um die Lebensrealität der Betriebe zu verstehen. Sie agieren als Lotsen, erkennen frühzeitig Belastungen und vermitteln passgenaue Unterstützung bei betrieblichen, privaten oder gesundheitlichen Krisen. Benannt werden diese Personen von den Bauern- und Weinbauverbänden. Das MLR unterstützt die Initiative mit 350.000 Euro aus dem Strategiedialog Landwirtschaft. Minister Peter Hauk überreichte Ende des vergangenen Jahres die Förderbescheide an die beteiligten Verbände. Die Stelle beim BLHV ist aktuell ausgeschrieben.
Neben der Etablierung der Vertrauenspersonen werden Schulungs- und Fortbildungsangebote für die Verwaltung entwickelt. Auch angehende Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter sollen bereits in den Fachschulen für die Herausforderungen des Berufsalltags sensibilisiert werden. Lehrpläne werden angepasst, und gemeinsam mit Heimvolkshochschulen entstehen passgenaue Bildungsangebote.
Tasmin Taskale