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„Öffentlichkeitsarbeit fängt im Kleinen an“

Bäuerliche Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit waren nie einfach, aber immer wichtig. Heute sind sie wichtiger denn je. Das ist ein Fazit einer Diskussionsrunde beim Landesbauerntag mit dem Titel: „Der BLHV im Wandel der Zeit – Jung und Alt diskutieren über Zukunft und Vergangenheit des Verbandes“. Und so war die Talkrunde auch besetzt: Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des BLHV nahmen Vertreter der Jungen, des mittleren Alters und aus dem Kreis der Senioren teil. Dass dabei eine Frau fehlte, ist kurzfristig so eingetreten und war anders vorgesehen. Moderiert wurde die Runde von Holger Knöferl, stellvertretender Chefredakteur der Badischen Zeitung.

Generationsübergreifend diskutiert über „Der BLHV im Wandel der Zeit“ (von links): Alexander Schlenker, Vorsitzender AG Junger Bauern Hegau;  Hermann Ritter, Präsident der Landsenioren Südbaden;  David Mild, BLHV-Ortsvorsitzender Neuried; BLHV-Vizepräsident Bernhard Bolkart; Moderator Holger Knöferl, stellvertretender Chefredakteur Badische Zeitung.

„Öffentlichkeitsarbeit fängt im Kleinen an“, sagte David Mild aus Neuried. Der Ortsvorsitzende des BLHV und seine Mitstreiter machen seit Jahren mit öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten und Aktionen auf sich aufmerksam, klassisch und in den digitalen Medien, wie zum Beispiel mit der Inititative „Neurieder Bure – mehr als nur Landwirte“.  Da immer weniger Menschen über Landwirtschaft Bescheid wissen, geht es ihnen darum, sie erklärbar und nahbar zu machen. „Klar, das erfordert Zeit und kostet Geld, aber eine Demo in Berlin kostet auch Geld“,  verdeutlichte der  junge Landwirt in der Runde. Bernhard Bolkart, erster Vizepräsident des BLHV, betonte: „Wir brauchen die Mitgliedschaft im Verband und die Bereitschaft, mitzuwirken.“ Zumal die Gruppe der Bäuerinnen und Bauern immer kleiner werde, Arbeit und Aufgaben aber zunehmen, so Bolkart. Senior Hermann Ritter, Präsident der Landsenioren Südbaden und ehemals langjähriger Müllheimer Kreisvorsitzender des BLHV, unterstrich: „Wir müssen unsere Sache selber vertreten; dürfen es nicht von anderen erwarten.“ Und sein junger Nebenmann Alexander Schlenker, Vorsitzender der AG Junger Bauern Hegau, sagte altersunabhängig  fast dasselbe, nur noch etwas pointierter: „Wenn nicht wir unsere Interessen vertreten, machen es andere, aber vielleicht nicht in unserem Interesse.“ Schlenker gab an, in seiner AG Junger Bauern ein gutes Team für die Außendarstellung zu haben, machte aber auch auf Schwierigkeiten aufmerksam, genügend Leute zu motivieren für die Mitarbeit im Verband. So gebe es in seinem Umfeld  reichlich Konkurrenz durch andere Vereine und ihre Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. Lob gab es in der Runde für das junge Team Öffentlichkeitsarbeit in der Zentrale des BLHV im Freiburger Haus der Bauern. „Die Außendarstellung ist gut und modern“, sagte David Mild. Und Alexander Schlenker berichtete von seinem eigenen Erleben mit Überraschungseffekt: „Oh, da geht ja was in Freiburg.“

Vizepräsident Bolkart freute sich nach diesen Rückmeldungen, „mit unseren Mitteln auf gutem Weg zu sein“. Der Verband habe diesen Bereich bewusst personell aufgestockt und modernisiert. 

Moderator Holger Knöferl schloss die Runde mit dem Satz: „Es gibt viele gute Gründe, sich für diesen Berufsstand zu engagieren.“

Eberenz

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