Agrarpolitischer Austausch mit Ministerin Marion Gentges und Landtagsabgeordneter Stefanie Wernet auf dem Ramstalhof in Teningen
Wie können landwirtschaftliche Betriebe auch in Zukunft wirtschaftlich arbeiten und ihre Aufgaben unter verlässlichen Rahmenbedingungen erfüllen? Darüber tauschten sich Vertreter des BLHV-Kreisverbands Emmendingen am 26. Oktober auf dem Ramstalhof von Stefan Engler mit der Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, sowie der Landtagsabgeordneten Stefanie Wernet aus.
Ein wichtiges Thema war die Wasserversorgung in der Region. Die diesjährige Trockenheit hat erneut gezeigt, wie wichtig verlässliche Möglichkeiten zur Bewässerung und zum Wasserrückhalt sind. Besprochen wurden unter anderem die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, die Nutzung bestehender Brunnen und mögliche Förderungen für betriebliche Wasserspeicher. Frau Gentges bat darum, konkrete Vorschläge und Erfahrungen zur zukünftigen Bewässerung zu sammeln und gebündelt bzw. über den BLHV an sie heranzutragen.
Auch Bürokratieabbau und die künftige Ausrichtung der Landwirtschaftsverwaltung kamen zur Sprache. Mehr Digitalisierung, ein stärkeres Beratungsangebot und weniger Kontrollen sollen die Betriebe entlasten. Dabei wurde deutlich, dass es nicht allein um weniger Vorschriften geht, sondern vor allem um praktikable Lösungen.
Wie wichtig das im Alltag ist, zeigte ein Beispiel aus der Runde: Ein Landwirt wollte seiner Verpflichtung nachkommen und Bäume auf einem eigenen Grundstück zurückschneiden, um mögliche Gefahren für eine Stromleitung zu vermeiden. Bei der Umsetzung fühlte er sich jedoch mit Haftungsfragen und Zuständigkeiten allein gelassen. Das Beispiel machte deutlich, dass es nicht nur um weniger Vorschriften geht, sondern auch darum, Betrieben bei der Erfüllung ihrer Pflichten praktikable Wege aufzuzeigen.
Weitere Themen waren die wirtschaftliche Situation der Betriebe, faire Erzeugerpreise, die Förderung junger Betriebsgründer und der Schutz landwirtschaftlicher Flächen. Auch die steuerliche Risikoausgleichsrücklage und Möglichkeiten zur Glättung von Gewinn wurden angesprochen. Gentges berichtete, dass sie hierzu mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer im Gespräch sei.
Aus dem Kreis der jüngeren Landwirte wurde zudem deutlich, dass viele Betriebe bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Dafür brauchen sie jedoch verständliche Vorgaben, erreichbare Ansprechpartner und Unterstützung bei der praktischen Umsetzung.
Das Gespräch bot Raum, konkrete Erfahrungen aus der Landwirtschaft einzubringen und offene Fragen direkt anzusprechen. Für den BLHV bleibt dabei zentral: Gute Rahmenbedingungen entstehen nicht allein durch neue Regelungen, sondern vor allem dadurch, dass diese im Betriebsalltag umsetzbar sind.
Angelina Bürkel
Agrarpolitischer Austausch mit Ministerin Marion Gentges und Landtagsabgeordneter Stefanie Wernet auf dem Ramstalhof in Teningen
Wie können landwirtschaftliche Betriebe auch in Zukunft wirtschaftlich arbeiten und ihre Aufgaben unter verlässlichen Rahmenbedingungen erfüllen? Darüber tauschten sich Vertreter des BLHV-Kreisverbands Emmendingen am 26. Oktober auf dem Ramstalhof von Stefan Engler mit der Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, sowie der Landtagsabgeordneten Stefanie Wernet aus.
Ein wichtiges Thema war die Wasserversorgung in der Region. Die diesjährige Trockenheit hat erneut gezeigt, wie wichtig verlässliche Möglichkeiten zur Bewässerung und zum Wasserrückhalt sind. Besprochen wurden unter anderem die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, die Nutzung bestehender Brunnen und mögliche Förderungen für betriebliche Wasserspeicher. Frau Gentges bat darum, konkrete Vorschläge und Erfahrungen zur zukünftigen Bewässerung zu sammeln und gebündelt bzw. über den BLHV an sie heranzutragen.
Auch Bürokratieabbau und die künftige Ausrichtung der Landwirtschaftsverwaltung kamen zur Sprache. Mehr Digitalisierung, ein stärkeres Beratungsangebot und weniger Kontrollen sollen die Betriebe entlasten. Dabei wurde deutlich, dass es nicht allein um weniger Vorschriften geht, sondern vor allem um praktikable Lösungen.
Wie wichtig das im Alltag ist, zeigte ein Beispiel aus der Runde: Ein Landwirt wollte seiner Verpflichtung nachkommen und Bäume auf einem eigenen Grundstück zurückschneiden, um mögliche Gefahren für eine Stromleitung zu vermeiden. Bei der Umsetzung fühlte er sich jedoch mit Haftungsfragen und Zuständigkeiten allein gelassen. Das Beispiel machte deutlich, dass es nicht nur um weniger Vorschriften geht, sondern auch darum, Betrieben bei der Erfüllung ihrer Pflichten praktikable Wege aufzuzeigen.
Weitere Themen waren die wirtschaftliche Situation der Betriebe, faire Erzeugerpreise, die Förderung junger Betriebsgründer und der Schutz landwirtschaftlicher Flächen. Auch die steuerliche Risikoausgleichsrücklage und Möglichkeiten zur Glättung von Gewinn wurden angesprochen. Gentges berichtete, dass sie hierzu mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer im Gespräch sei.
Aus dem Kreis der jüngeren Landwirte wurde zudem deutlich, dass viele Betriebe bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Dafür brauchen sie jedoch verständliche Vorgaben, erreichbare Ansprechpartner und Unterstützung bei der praktischen Umsetzung.
Das Gespräch bot Raum, konkrete Erfahrungen aus der Landwirtschaft einzubringen und offene Fragen direkt anzusprechen. Für den BLHV bleibt dabei zentral: Gute Rahmenbedingungen entstehen nicht allein durch neue Regelungen, sondern vor allem dadurch, dass diese im Betriebsalltag umsetzbar sind.
Angelina Bürkel