Zu Ostern dreht sich alles ums Ei. Doch auch in diesem Jahr stehen Verbraucher in Südba-den vor einer Frage: Bleiben die Regale leer? Der Badische Landwirtschaftliche Hauptver-band (BLHV) ordnet die aktuelle Situation für Südbaden ein. „Zuerst die gute Nachricht: Die Versorgung mit Eiern ist auch in diesem Jahr gesichert“, sagt BLHV-Referent Patrik Heizmann. „Die zentrale Frage lautet jedoch: Woher stammen die Eier?“ Lage in Zahlen Der Eierverbrauch in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich. 2025 lag er bei 252 Ei-ern pro Kopf, das sind fast 20 Eier mehr als noch 2022. Zwar sind Legeleistung und Produk-tion leicht gestiegen, dennoch reicht die heimische Erzeugung nicht aus, um die wachsen-de Nachfrage vollständig zu decken. Besonders angespannt ist die Lage in Baden-Württemberg: Hier können nur rund 30 % des Bedarfs aus eigener Produktion gedeckt werden, der Rest muss aus anderen Bundesländern oder dem Ausland importiert werden.
Warum regionale Eier rar sind Die begrenzte Verfügbarkeit regionaler Eier hat mehrere Gründe. „Unsere Betriebe in Ba-den-Württemberg sind klein und können preislich nicht mit großen Produzenten aus ande-ren Bundesländern oder aus den Niederlanden mithalten“, erklärt Heizmann. „Wir setzen bewusst auf Qualität und Tierwohl statt auf Masse. Viele Verbraucher greifen im Super-markt jedoch zu günstigeren Eiern, die oft nicht aus der Region stammen, das macht Inves-titionen in neue Ställe für unsere Landwirte schwierig. Bau- und Betriebskosten sind ge-stiegen, und angesichts des unsicheren Verbraucherverhaltens lässt sich nicht garantieren, dass sich Investitionen rechnen. Hinzu kommt, dass im EU-Ausland andere Vorschriften gelten, etwa beim Küken töten. Unsere Produktion ist deshalb teurer, dafür besonders tiergerecht.“ Auswirkungen des Seuchengeschehens Die Newcastle-Krankheit führt bisher nur zu kleineren Verwerfungen. In Baden-Württemberg ist bislang kein Fall bekannt, und der Markt kann mögliche Ausfälle kurzfris-tig kompensieren, solange sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Fazit Insgesamt ist die Versorgung mit Eiern in Südbaden gesichert, die Regale werden gefüllt sein. Wer jedoch gezielt regionale Produkte sucht, sollte frühzeitig einkaufen. Beim Kauf lohnt es sich, auf die Eiernummer zu achten: Eier mit der Ziffer „08“ stammen aus Baden-Württemberg und garantieren somit regionale Herkunft.
Zahlen zur Eierproduktion in Baden-Württemberg und Deutschland Stand Januar 2026 gibt es in Baden-Württemberg 235 Betriebe mit Legehennenhaltung. Diese Betriebe halten insgesamt rund 2,43 Millionen Hennen und produzieren etwa 606 Millionen Eier pro Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland gab es 2025 insgesamt 2.262 Be-triebe mit Legehennenhaltung, der durchschnittliche Bestand lag bei 45,2 Millionen Hen-nen, und die erzeugte Eiermenge betrug rund 13,75 Milliarden Eier. Berücksichtigt werden dabei nur Betriebe ab einer Größenklasse von 3.000 Hennenhaltungsplätzen. Quellen: BLE – Eier – Eier Betriebe mit Legehennenhaltung, Erzeugte Eier, Legeleistung: Deutschland, Jahre, Hal-tungsformen, Größenklassen der Hennenhaltungsplätze Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – GENESIS-Online: Ergebnis 41323_0002
Herzliche Grüße aus Freiburg Ihr Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.
Zu Ostern dreht sich alles ums Ei. Doch auch in diesem Jahr stehen Verbraucher in Südba-den vor einer Frage: Bleiben die Regale leer? Der Badische Landwirtschaftliche Hauptver-band (BLHV) ordnet die aktuelle Situation für Südbaden ein.
„Zuerst die gute Nachricht: Die Versorgung mit Eiern ist auch in diesem Jahr gesichert“, sagt BLHV-Referent Patrik Heizmann. „Die zentrale Frage lautet jedoch: Woher stammen die Eier?“
Lage in Zahlen
Der Eierverbrauch in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich. 2025 lag er bei 252 Ei-ern pro Kopf, das sind fast 20 Eier mehr als noch 2022. Zwar sind Legeleistung und Produk-tion leicht gestiegen, dennoch reicht die heimische Erzeugung nicht aus, um die wachsen-de Nachfrage vollständig zu decken. Besonders angespannt ist die Lage in Baden-Württemberg: Hier können nur rund 30 % des Bedarfs aus eigener Produktion gedeckt werden, der Rest muss aus anderen Bundesländern oder dem Ausland importiert werden.
Warum regionale Eier rar sind
Die begrenzte Verfügbarkeit regionaler Eier hat mehrere Gründe. „Unsere Betriebe in Ba-den-Württemberg sind klein und können preislich nicht mit großen Produzenten aus ande-ren Bundesländern oder aus den Niederlanden mithalten“, erklärt Heizmann. „Wir setzen bewusst auf Qualität und Tierwohl statt auf Masse. Viele Verbraucher greifen im Super-markt jedoch zu günstigeren Eiern, die oft nicht aus der Region stammen, das macht Inves-titionen in neue Ställe für unsere Landwirte schwierig. Bau- und Betriebskosten sind ge-stiegen, und angesichts des unsicheren Verbraucherverhaltens lässt sich nicht garantieren, dass sich Investitionen rechnen. Hinzu kommt, dass im EU-Ausland andere Vorschriften gelten, etwa beim Küken töten. Unsere Produktion ist deshalb teurer, dafür besonders tiergerecht.“
Auswirkungen des Seuchengeschehens
Die Newcastle-Krankheit führt bisher nur zu kleineren Verwerfungen. In Baden-Württemberg ist bislang kein Fall bekannt, und der Markt kann mögliche Ausfälle kurzfris-tig kompensieren, solange sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet.
Fazit
Insgesamt ist die Versorgung mit Eiern in Südbaden gesichert, die Regale werden gefüllt sein. Wer jedoch gezielt regionale Produkte sucht, sollte frühzeitig einkaufen. Beim Kauf lohnt es sich, auf die Eiernummer zu achten: Eier mit der Ziffer „08“ stammen aus Baden-Württemberg und garantieren somit regionale Herkunft.
Zahlen zur Eierproduktion in Baden-Württemberg und Deutschland
Stand Januar 2026 gibt es in Baden-Württemberg 235 Betriebe mit Legehennenhaltung. Diese Betriebe halten insgesamt rund 2,43 Millionen Hennen und produzieren etwa 606 Millionen Eier pro Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland gab es 2025 insgesamt 2.262 Be-triebe mit Legehennenhaltung, der durchschnittliche Bestand lag bei 45,2 Millionen Hen-nen, und die erzeugte Eiermenge betrug rund 13,75 Milliarden Eier. Berücksichtigt werden dabei nur Betriebe ab einer Größenklasse von 3.000 Hennenhaltungsplätzen.
Quellen:
BLE – Eier – Eier
Betriebe mit Legehennenhaltung, Erzeugte Eier, Legeleistung: Deutschland, Jahre, Hal-tungsformen, Größenklassen der Hennenhaltungsplätze
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – GENESIS-Online: Ergebnis 41323_0002
Herzliche Grüße aus Freiburg
Ihr Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.