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Trockenheit und wirtschaftlicher Druck: Südbadens Landwirtschaft kämpft an zwei Fronten

Die Lage auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben in Südbaden spitzt sich zu. Hitze und anhaltende Trockenheit führen bereits jetzt zu erheblichen Ertragseinbußen, ausbleibendem Grünlandaufwuchs und wachsender Futterknappheit. Gleichzeitig geraten zahlreiche Betriebe durch sinkende Erzeugerpreise und steigende Kosten wirtschaftlich unter Druck.

Der Vorstand des BLHV hat deshalb ein Forderungspapier an die Politik verabschiedet und stellt Unterstützungsangebote für seine Mitglieder bereit.

Forderungen des BLHV-Vorstandes

  1. Verwaltungsverfahren für Dürrehilfe unverzüglich in Kraft setzen.
  2. Zinslose Überbrückungskredite und weitere Liquiditätshilfen für betroffen Betriebe bereitstellen.
  3. Transportkostenbeihilfe für Futtermittel und bei Bedarf Transportkapazitäten der Bundeswehr zur Verfügung stellen.
  4. Tankrabatt wieder einführen, CO₂-Bepreisung aussetzen und landwirtschaftliche Transporte von der LKW-Maut befreien.
  5. Keine Kürzungen oder Rückforderungen bei FAKT und ÖR4, wenn aufgrund der Trockenheit ein vorzeitiger Weideabtrieb erforderlich wird und der Mindestviehbesatz nicht eingehalten werden kann; Fördermittel müssen verlässlich ausgezahlt werden.
  6. Förderrechtliche Sanktionen im Rahmen von FAKT ausschließen und Ausnahmen ermöglichen, wenn Flächen zur Sicherung der Futterversorgung genutzt werden müssen (z. B. FAKT E1.1).
  7. ÖR1-Flächen (Stilllegung) ohne Umcodierung für die Futternutzung freigeben.
  8. Die Wasserversorgung der Landwirtschaft sicherstellen: Die Eigenwasserversorgung landwirtschaftlicher Betriebe muss durch die Ertüchtigung bestehender und die Erschließung neuer Quellfassungen gesichert werden. Zudem sollen Bewässerungskosten im Zweitfruchtanbau gezielt gefördert werden.
  9. Die Düngebeihilfe auf 180 Millionen Euro aufstocken.
  10. Die steuerfreie Risikorücklage für landwirtschaftliche Betriebe endlich einführen.
  11. Die Selbstverpflichtungen des Lebensmitteleinzelhandels aus dem Strategiedialog Landwirtschaft Baden-Württemberg konsequent einfordern und umsetzen.

Hilfreiche Informationen für betroffene Betriebe

Futtermittelbörse

Um Betriebe bei der Suche nach Futter oder bei der Vermittlung verfügbarer Bestände zu unterstützen, bietet das Baden-Württembergische Landwirtschaftliche Wochenblatt seinen Abonnentinnen und Abonnenten ab sofort einen besonderen Service an.

Über den Marktplatz des Wochenblatts können Futtermittelgesuche und Futtermittelangebote einmalig kostenlos veröffentlicht werden. Ziel ist es, Anbieter und Suchende unkompliziert zusammenzubringen und die bestehende Kleinanzeigenplattform für den Austausch innerhalb der Landwirtschaft zu nutzen.

Hier geht’s zur Futtermittelbörse

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