Die Folgen von Trockenheit und Dürre wirken in vielen landwirtschaftlichen Betrieben bis heute nach. Ernteausfälle, finanzielle Belastungen und Herausforderungen bei der Futterversorgung haben die Betriebe vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt. Der BLHV hat die Situation frühzeitig aufgegriffen und sich auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene für wirksame Unterstützung und nachhaltige Lösungen eingesetzt.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die politischen Aktivitäten des BLHV, zentrale Forderungen und Gespräche mit Entscheidungsträgern sowie über die wichtigsten Entwicklungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit den Folgen der Dürre.
Was es jetzt braucht: Sofortmaßnahmen auf einen Blick
Das Düngemittelhilfspaket auf 180 Mio. Euro aufstocken und über die Berufsgenossenschaft unbürokratisch und zügig auszahlen lassen
80 Prozent der Direktzahlungen bereits im Oktober auszahlen und die restlichen 20 Prozent garantiert im Dezember
Entlastungen bei den Energiekosten durch Wiedereinführung eines Tankrabatts, Aussetzung der CO₂-Bepreisung auf Kraftstoffe sowie eine höhere und zeitnahe Agrardieselrückvergütung
Bund ordnet Lage als „Krise von nationaler Tragweite“ ein
Die Bundesregierung hat die Lage in der Land- und Forstwirtschaft am 2. September als Krise von nationaler Tragweite eingeordnet. Damit wird anerkannt, was viele Betriebe seit Monaten erleben: Dürre, Futtermangel, teils massive Ertragseinbußen und gleichzeitig hohe Produktionskosten bringen zahlreiche Höfe wirtschaftlich an ihre Grenzen.
BLHV und DBV stehen seit Wochen im engen Austausch mit den politischen Verantwortlichen und haben konkrete Vorschläge für wirksame Entlastungen eingebracht. Jetzt braucht es Tempo bei der Umsetzung und die Bereitschaft, bestehende Forderungen aufzugreifen, damit die Betriebe die notwendige Planungssicherheit und Handlungsfähigkeit erhalten.
BLHV begrüßt Hilfen des Landes und fordert weitere Unterstützung von Bund und EU
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) begrüßt die vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat angekündigten Maßnahmen zur Unterstützung der von Trockenheit und Dürre betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe.
„Die Situation auf den Höfen ist mehr als ernst. Umso wichtiger ist es, dass das Land zentrale Forderungen aus der Praxis aufgegriffen hat und die vorhandenen Spielräume nutzt. Von Bund und Europäischer Union hätten wir uns jedoch mehr Unterstützung erhofft. Die aktuelle Ausnahmesituation erfordert Maßnahmen auf allen politischen Ebenen“, erklärt BLHV-Präsident Bernhard Bolkart.
Positiv bewertet der Verband insbesondere die vom Land angekündigten Futtermittelhilfen einschließlich der Unterstützung von Transportkosten, die Flexibilisierungen bei den Öko-Regelungen sowie die zusätzlichen Möglichkeiten zur Futtergewinnung auf bisher eingeschränkt nutzbaren Flächen. Kritisch sieht der BLHV hingegen, dass notwendige Anpassungen mit dem Verlust von Förderzahlungen verbunden sind. Viele Betriebe seien aufgrund der Dürre in Liquiditätsengpässe geraten und müssen gleichzeitig die kostenintensiven Herbstaussaaten finanzieren. Aus Sicht des BLHV braucht es deshalb zusätzliche Instrumente wie zinslose Darlehen, die Aussetzung von Steuervorauszahlungen und die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage. Der Verband hat sich hierzu bereits mit einem Schreiben an die zuständigen Verantwortlichen auf Bundesebene gewandt.
Der Verband unterstreicht darüber hinaus die Notwendigkeit, langfristige Anpassungsstrategien zu fördern. Die Förderung der Bewässerungsinfrastruktur durch das Land sei dabei ein wichtiger Baustein. Darüber hinaus werden Forschung, Innovation und moderne Züchtungstechnologien weiter an Bedeutung gewinnen. Gemeinsam mit Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung gelte es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Landwirtschaft in Baden-Württemberg auch unter veränderten klimatischen Bedingungen leistungsfähig bleibt und regionale Lebensmittel verlässlich erzeugen kann.
Auf allen Ebenen aktiv: Der BLHV im Gespräch mit der Politik
Der BLHV ist aktuell im steten Austausch mit politisch Verantwortlichen auf Kommunal-, Landes- und Bundes- und EU-Ebene, um auf die Folgen der Dürre aufmerksam zu machen und die Anliegen der betroffenen Betriebe einzubringen.
Beim Besuch auf dem Bio-Milchvieh-Betrieb von Matthias Reichenbach in Ebnet verschaffte sich Ministerpräsident Cem Özdemir ein Bild der Situation vor Ort. BLHV und AÖL schilderten gemeinsam die Auswirkungen der anhaltenden Hitze und Trockenheit auf die landwirtschaftlichen Betriebe.
BLHV-Präsident Bernhard Bolkart: „Der Besuch zeigt, dass die Dringlichkeit des Themas erkannt wurde. Aber jetzt müssen auch Taten folgen. Die Situation ist ernst und die Betriebe brauchen jetzt schnelle Unterstützung.“
Auch beim Austausch der BLHV-Kreisverbände Lahr und Wolfach mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Yannick Bury auf dem Betrieb der Andlauer GbR in Kappel-Grafenhausen wurde die Notwendigkeit schneller und unbürokratischer Entlastungen zur Sicherung der Liquidität angemahnt.
Auch auf Landesebene geht die politische Arbeit weiter, wie hier beim Gespräch mit Staatssekretärin Sarah Schweizer und Christoph Stetter MdL auf dem Betrieb von Andreas Deyer in Mühlingen
oder im Austausch mit Andreas Braun MdL auf dem Betrieb von Bernd Grieshaber in Döggingen.
Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Über den BLHV-Messenger informieren wir zeitnah über politische Entwicklungen, Unterstützungsangebote und wichtige Informationen zur aktuellen Situation. Wer noch nicht angemeldet ist, kann sich hier registrieren: https://whatsapp.com/channel/0029VaNkzUgJf05iJ1dnbA2n
Hier gibt’s einen Überblick über Dürrehilfen für Landwirte in Baden-Württemberg
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Die Folgen von Trockenheit und Dürre wirken in vielen landwirtschaftlichen Betrieben bis heute nach. Ernteausfälle, finanzielle Belastungen und Herausforderungen bei der Futterversorgung haben die Betriebe vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt. Der BLHV hat die Situation frühzeitig aufgegriffen und sich auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene für wirksame Unterstützung und nachhaltige Lösungen eingesetzt.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die politischen Aktivitäten des BLHV, zentrale Forderungen und Gespräche mit Entscheidungsträgern sowie über die wichtigsten Entwicklungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit den Folgen der Dürre.
Was es jetzt braucht: Sofortmaßnahmen auf einen Blick
Bund ordnet Lage als „Krise von nationaler Tragweite“ ein
Die Bundesregierung hat die Lage in der Land- und Forstwirtschaft am 2. September als Krise von nationaler Tragweite eingeordnet. Damit wird anerkannt, was viele Betriebe seit Monaten erleben: Dürre, Futtermangel, teils massive Ertragseinbußen und gleichzeitig hohe Produktionskosten bringen zahlreiche Höfe wirtschaftlich an ihre Grenzen.
BLHV und DBV stehen seit Wochen im engen Austausch mit den politischen Verantwortlichen und haben konkrete Vorschläge für wirksame Entlastungen eingebracht. Jetzt braucht es Tempo bei der Umsetzung und die Bereitschaft, bestehende Forderungen aufzugreifen, damit die Betriebe die notwendige Planungssicherheit und Handlungsfähigkeit erhalten.
Die Bundeshilfen in der Übersicht: BMLEH – Pressemitteilungen – Krise von nationaler Tragweite in Land- und Forstwirtschaft – Erntezahlen allein bilden Gesamtlage nicht ab
BLHV begrüßt Hilfen des Landes und fordert weitere Unterstützung von Bund und EU
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) begrüßt die vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat angekündigten Maßnahmen zur Unterstützung der von Trockenheit und Dürre betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe.
„Die Situation auf den Höfen ist mehr als ernst. Umso wichtiger ist es, dass das Land zentrale Forderungen aus der Praxis aufgegriffen hat und die vorhandenen Spielräume nutzt. Von Bund und Europäischer Union hätten wir uns jedoch mehr Unterstützung erhofft. Die aktuelle Ausnahmesituation erfordert Maßnahmen auf allen politischen Ebenen“, erklärt BLHV-Präsident Bernhard Bolkart.
Positiv bewertet der Verband insbesondere die vom Land angekündigten Futtermittelhilfen einschließlich der Unterstützung von Transportkosten, die Flexibilisierungen bei den Öko-Regelungen sowie die zusätzlichen Möglichkeiten zur Futtergewinnung auf bisher eingeschränkt nutzbaren Flächen. Kritisch sieht der BLHV hingegen, dass notwendige Anpassungen mit dem Verlust von Förderzahlungen verbunden sind. Viele Betriebe seien aufgrund der Dürre in Liquiditätsengpässe geraten und müssen gleichzeitig die kostenintensiven Herbstaussaaten finanzieren. Aus Sicht des BLHV braucht es deshalb zusätzliche Instrumente wie zinslose Darlehen, die Aussetzung von Steuervorauszahlungen und die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage. Der Verband hat sich hierzu bereits mit einem Schreiben an die zuständigen Verantwortlichen auf Bundesebene gewandt.
Der Verband unterstreicht darüber hinaus die Notwendigkeit, langfristige Anpassungsstrategien zu fördern. Die Förderung der Bewässerungsinfrastruktur durch das Land sei dabei ein wichtiger Baustein. Darüber hinaus werden Forschung, Innovation und moderne Züchtungstechnologien weiter an Bedeutung gewinnen. Gemeinsam mit Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung gelte es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Landwirtschaft in Baden-Württemberg auch unter veränderten klimatischen Bedingungen leistungsfähig bleibt und regionale Lebensmittel verlässlich erzeugen kann.
Pressemeldung MLR Trockenheit Futterknappheit
Auf allen Ebenen aktiv: Der BLHV im Gespräch mit der Politik
Der BLHV ist aktuell im steten Austausch mit politisch Verantwortlichen auf Kommunal-, Landes- und Bundes- und EU-Ebene, um auf die Folgen der Dürre aufmerksam zu machen und die Anliegen der betroffenen Betriebe einzubringen.
Beim Besuch auf dem Bio-Milchvieh-Betrieb von Matthias Reichenbach in Ebnet verschaffte sich Ministerpräsident Cem Özdemir ein Bild der Situation vor Ort. BLHV und AÖL schilderten gemeinsam die Auswirkungen der anhaltenden Hitze und Trockenheit auf die landwirtschaftlichen Betriebe.
BLHV-Präsident Bernhard Bolkart: „Der Besuch zeigt, dass die Dringlichkeit des Themas erkannt wurde. Aber jetzt müssen auch Taten folgen. Die Situation ist ernst und die Betriebe brauchen jetzt schnelle Unterstützung.“
Auch beim Austausch der BLHV-Kreisverbände Lahr und Wolfach mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Yannick Bury auf dem Betrieb der Andlauer GbR in Kappel-Grafenhausen wurde die Notwendigkeit schneller und unbürokratischer Entlastungen zur Sicherung der Liquidität angemahnt.
Den ganzen Bericht gibt’s hier: Dürrekrise: Anliegen der Landwirtschaft an die Bundespolitik herangetragen – BLHV
Auch auf Landesebene geht die politische Arbeit weiter, wie hier beim Gespräch mit Staatssekretärin Sarah Schweizer und Christoph Stetter MdL auf dem Betrieb von Andreas Deyer in Mühlingen
oder im Austausch mit Andreas Braun MdL auf dem Betrieb von Bernd Grieshaber in Döggingen.
Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Über den BLHV-Messenger informieren wir zeitnah über politische Entwicklungen, Unterstützungsangebote und wichtige Informationen zur aktuellen Situation. Wer noch nicht angemeldet ist, kann sich hier registrieren: https://whatsapp.com/channel/0029VaNkzUgJf05iJ1dnbA2n
Hier gibt’s einen Überblick über Dürrehilfen für Landwirte in Baden-Württemberg
Hier gibt’s eine Liste der Futtermittelbörsen.