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Auftakt: Koordinierungsgruppe Wolf im BLHV

Die Mitglieder der neuen Koordinierungsgruppe Wolf im BLHV trafen sich im Haus der Bauern. Michael Nödl, stellvertretender BLHV-Hauptgeschäftsführer, der die Gruppe kommissarisch leitet, begrüßte sie im Namen von Präsident Bolkart und bedankte sich für ihre Bereitschaft, in der Gruppe mitzuarbeiten. Anschließend stellen sich die anwesenden Teilnehmer kurz vor. Sie vergewisserten sich der Aufgaben der Koordinierungsgruppe und der Anforderungsprofile an ihre Mitglieder.

Aufgaben der Koordinierungsgruppe Wolf im BLHV gemäß Beschluss des Vorstandes:
Sammlung und Benennung von Themen und Fragen zum Wolf für die einzelnen Fachausschüsse im BLHV, um die Anliegen der Weidetierhalter zum Wolf zu bündeln; Zuarbeit/Begleitung des Herdenschutz-Projektes von FVA und BLHV; Suche nach Unterstützern und Verbündeten für die Position des BLHV zum Wolf, zum Beispiel bei der Rinderunion, um unsere Position auf eine breitere Basis zu stellen.

Beschluss des Vorstandes

Zu Rinderrissen durch den Schluchsee-Wolf wurde über die Gespräche mit dem Umweltministerium berichtet. Der BLHV stehe hier in engem Kontakt mit den Verantwortlichen im Umweltministerium, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.Die Mitglieder der Koordinierungsgruppe Wolf im BLHV bekräftigten die Forderung des Verbandes nach einer zügigen Entnahme dieses für die Rinderhaltung nicht tragbaren Wolfes. Nödl erläuterte, dass eine solche Entnahme rechtssicher erfolgen müsse. Man unterstütze das Land in seinem Bestreben, dass eine Anordnung der Entnahme gerichtsfest sein müsse. Der BLHV werde in diesem Zusammenhang bei Überlegungen zum Herdenschutz bei Rindern sich konstruktiv einbringen. Die Mitglieder der Gruppe wiesen u.a. darauf hin, dass nicht der Wolf vom Aussterben bedroht sei, wohl aber Rinderrassen wie die von der EU geförderten Hinterwälder oder Vorderwälder. Unsere Tierhalter erwarten einen konkreten Zeitrahmen für die beabsichtigte Entnahme. Die Kosten des immer wieder eingeforderten Herdenschutzes müssten für die Allgemeinheit transparent aufgelistet werden. Das Land müsse gewährleisten, dass die erforderlichen Haushaltsmittel nachhaltig zur Verfügung stünden. Die Deckelung von 30.000 Euro pro Jahr und Betrieb sei kontraproduktiv.

Der Arbeitsaufwand für den zusätzlichen Herdenschutz bei Rindern sei immens. Auch Mutterkuhherden hätten gegen ein Wolfsrudel keine Chance, wie Erfahrungen aus neuen Bundesländern und aus dem Alpenraum belegen. Nicht jeder Betrieb verfüge über zusätzliche adulte Tiere, die er Jungrinderherden beigesellen könne.

Die erste Sitzung der neuen Koordinierungsgruppe Wolf im BLHV

Nödl berichtet über das geplante Herdenschutzprojekt von BLHV und FVA. Insbesondere über die Person des Kümmerers, der beim BLHV angesiedelt werden soll. Das Projekt wird von den Mitgliedern der Koordinierungsgruppe begrüßt und solle möglichst bald den Betrieben zur Verfügung stehen.

Kritisch bewertete die Koordinierungsgruppe die von der FVA vorgeschlagenen Standards Herdenschutz bei Rindern. Auf Allmend- bzw. Jungviehweiden seien diese z.B. nicht geeignet. Andererseits müsse dort der wertvolle Zuchtbestand geschützt werden. Die Koordinierungsgruppe empfahl, ein Bündel von Herdenschutzmaßnahmen vorzusehen. Aus denen sich der Betrieb dann zwei oder drei Maßnahmen auswählen könne und damit den Herdenschutzstandard erfülle. Die Betriebe müssten eine Entschädigung für den Mehraufwand bei der Arbeit enthalten.

Abschließend wurden noch die Themen, der Rahmen und die Beteiligten für BLHV Veranstaltungen zum Herdenschutz erörtert. Alle Teilnehmer würdigten zum Abschluss den konstruktiven und sachorientierten Austausch.

Nödl, BLHV

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