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Kommentar: Helfen, wo man kann

Noch immer erreichen uns schockierende Bilder aus den deutschen Katastrophengebieten. Sie wirken nun umso schockierender, weil erst nach und nach das tatsächliche Ausmaß der Zerstörung sichtbar wird. Wenn die Fluten abziehen, lassen sie  Geröll- und Schlammwüsten zurück. Auf den ersten Bildern, die fast simultan zum Flutgeschehen in den Sozialen Netzwerken geteilt wurden, waren viele Landwirtinnen und Landwirte zu sehen, die mit eigenen Maschinen sowie mit Herz und Verstand anrückten, um erste Hilfe zu leisten, wo sie bitter notwendig war. Bei aller Tragik, die hinter den Bildern steckt, waren es gute Bilder für die Landwirtschaft. Denn einmal mehr zeigten Landwirtinnen und Landwirte, dass sie in Zeiten der Not zur Stelle sind und zusammenstehen, koste es, was es wolle. Nach der Zerstörung folgt der Wiederaufbau, und auch hier sind die Betroffenen auf Hilfe angewiesen. Dafür ruft der Deutsche Bauernverband gemeinsam mit den Landesverbänden zu Spenden auf. Was jetzt notwendig ist, sind finanzielle Mittel, die schnell und unbürokratisch zu den Betroffenen kommen. Für den Wiederaufbau ist Hoffnung ebenso wichtig wie Geld. Hoffnung, dass der Aufbau gelingt und dass er von Bestand ist. In Zeiten des Klimawandels ist solche Hoffnung schwer zu finden. Denn eine Garantie, dass diese Flutkatastrophe als einzigartig in unsere Geschichte eingehen wird, gibt es nicht. Und wer kann schon sagen, dass es nicht noch schlimmer kommen kann. Noch haben wir es in der Hand, gemeinsam den Klimaschutz voranzubringen, damit unsere nächsten Generationen nicht mit der Regel leben müssen, dass solche Katastrophen alle Jahre das Land heimsuchen. Das kann gelingen, wenn Landwirtinnen und Landwirte zusammenstehen, ebenso wie sie jetzt mit Herz und Verstand Nothilfe leisteten. Dieses Wir-Gefühl kann und muss Vorbild für unsere Gesellschaft werden. Als Beispiel für einen gemeinsamen Klimaschutz, bei dem jeder tut, was er kann.  

Padraig Elsner

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