Am 21.4. traf sich das Präsidium des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) mit dem Freiburger Regierungspräsidenten Carsten Gabbert. Begleitet wurde das Gespräch von Patrik Heizmann, BLHV-Referent für Struktur und Umwelt, sowie von Michael Krumm, Amtsleiter Landwirtschaft, und Manuel Winterhalter-Stocker, Amtsleiter Umwelt im Regierungspräsidium Freiburg.
Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf dem Thema FFH‑Mähwiesen. Hintergrund ist ein von der Europäischen Union angedrohtes Vertragsverletzungsverfahren wegen des ungünstigen Erhaltungszustands vieler FFH‑Mähwiesen. Von den Behörden wird eine Wiederherstellung des jeweiligen FFH‑Lebensraumtyps gefordert. Das setzt viele landwirtschaftliche Betriebe massiv unter Druck. Veränderungen des Grünlands würden dabei häufig automatisch der Bewirtschaftung zugeschrieben, während natürliche Entwicklungen und klimatische Einflüsse nur unzureichend berücksichtigt würden, kritisiert BLHV‑Präsident Bernhard Bolkart: „Der Klimawandel schafft neue Realitäten. Das System der Käseglocke funktioniert hier nicht, man versucht zwanghaft, einen Zustand zu bewahren, der so gar nicht mehr zu bewahren ist.“ Der Verschlechterung von FFH‑Mähwiesen stehe zudem eine zunehmende Extensivierung von Grünlandflächen gegenüber, die durch die sinkende Zahl von Raufutterverwertern ausgelöst wird. Um den bestehenden Zielkonflikt zu entschärfen, regte der BLHV an, Instrumente wie Clustern und Floaten stärker in den Blick zu nehmen. „Mit einer Art Flächenbilanz ließe sich die Situation entschärfen“, betonte Patrik Heizmann.
Weitere Themen waren die Situation des Weinbaus in Südbaden und die steigenden Nutzungskonflikte im Zusammenhang mit Biber und Saatkrähe. Grenzüberschreitende Fragestellungen standen mit Blick auf das Schweizer Grenzland ebenfalls auf der Agenda.
Tasmin Taskale
Am 21.4. traf sich das Präsidium des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) mit dem Freiburger Regierungspräsidenten Carsten Gabbert. Begleitet wurde das Gespräch von Patrik Heizmann, BLHV-Referent für Struktur und Umwelt, sowie von Michael Krumm, Amtsleiter Landwirtschaft, und Manuel Winterhalter-Stocker, Amtsleiter Umwelt im Regierungspräsidium Freiburg.
Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf dem Thema FFH‑Mähwiesen. Hintergrund ist ein von der Europäischen Union angedrohtes Vertragsverletzungsverfahren wegen des ungünstigen Erhaltungszustands vieler FFH‑Mähwiesen. Von den Behörden wird eine Wiederherstellung des jeweiligen FFH‑Lebensraumtyps gefordert. Das setzt viele landwirtschaftliche Betriebe massiv unter Druck. Veränderungen des Grünlands würden dabei häufig automatisch der Bewirtschaftung zugeschrieben, während natürliche Entwicklungen und klimatische Einflüsse nur unzureichend berücksichtigt würden, kritisiert BLHV‑Präsident Bernhard Bolkart: „Der Klimawandel schafft neue Realitäten. Das System der Käseglocke funktioniert hier nicht, man versucht zwanghaft, einen Zustand zu bewahren, der so gar nicht mehr zu bewahren ist.“ Der Verschlechterung von FFH‑Mähwiesen stehe zudem eine zunehmende Extensivierung von Grünlandflächen gegenüber, die durch die sinkende Zahl von Raufutterverwertern ausgelöst wird. Um den bestehenden Zielkonflikt zu entschärfen, regte der BLHV an, Instrumente wie Clustern und Floaten stärker in den Blick zu nehmen. „Mit einer Art Flächenbilanz ließe sich die Situation entschärfen“, betonte Patrik Heizmann.
Weitere Themen waren die Situation des Weinbaus in Südbaden und die steigenden Nutzungskonflikte im Zusammenhang mit Biber und Saatkrähe. Grenzüberschreitende Fragestellungen standen mit Blick auf das Schweizer Grenzland ebenfalls auf der Agenda.
Tasmin Taskale