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BLHV zu Koalitionsverhandlungen

„Grün-Schwarz muss dafür Sorge tragen, dass die Landwirtschaft in Baden-Württemberg zukunftsfähig wird“, fordert BLHV-Präsident Werner Räpple anlässlich der bevorstehenden Koalitionsverhandlungen. „Unsere Eckpunkte für eine zukunftsfähige Landwirtschaft haben wir bereits an die südbadischen Landtagsabgeordneten verschickt – wir setzen darauf, dass diese auch im Rahmen der Koalitionsverhandlungen berücksichtigt werden“, so Räpple weiter. Wichtige Handlungsfelder für den BLHV sind unter anderem die Aus- und Weiterbildung in der Landwirtschaft, das Marketing für heimische Lebensmittel, die Förderung von jungen Landwirtinnen und Landwirten. Auch der Klimawandel wird ein wichtiges Thema sein: zum einen braucht die Landwirtschaft Unterstützung bei der Anpassung, zum anderen kann die Landwirtschaft ihren Teil zum Klimaschutz beitragen.

Die Grünen sowie die CDU erklärten schon vor Beginn der Koalitionsverhandlungen, dass Klimaschutz einen wichtigen Stellenwert in den Koalitionsverhandlungen einnehmen werde. Für die Landwirtschaft sei hier wichtig, dass nicht neue Auflagen gemacht werden, sondern die Beratung und Ausbildung der Landwirtinnen und Landwirte in Angriff genommen wird. Weiterhin gibt Räpple zu bedenken, es sei langfristig keine Option, dass die Landwirtschaft in Baden-Württemberg zwar führend in Arten- und Klimaschutz sei, aber beim Einkommen weiterhin auf den letzten Plätzen verweile. Hier müsse auch der Gesellschaftsvertrag ansetzen, der laut BLHV als prioritäres Ziel im Koalitionsvertrag verankert werden sollte. Zudem müsse sich die Landesregierung auch auf Bundes- sowie EU-Ebene für eine angepasste Handelspolitik einsetzen: „Es kann nicht sein, dass wir unter höchsten Klima- und Umweltstandards Lebensmittel erzeugen und gleichzeitig mit Importware konkurrieren müssen, die diese Standards nicht im Ansatz erfüllen“, fordert Räpple. Auch müssten die Umschichtungsmittel der Ersten Säule in Baden-Württemberg einkommenswirksam zur Verfügung gestellt werden. (Mehr über die BLHV-Forderung zur GAP lesen Sie hier)

Lebensmittel wertorientiert vermarkten

Auch bei der Aus- und Weiterbildung der Landwirtinnen und Landwirte sieht der BLHV dringenden Handlungsbedarf: „Neue Herausforderungen kommen auf die in der Landwirtschaft beschäftigten Personen zu, darum muss auch die landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung grundsätzlich auf den Prüfstand. Dazu ist es notwendig, Bildung über die Schulzeit hinaus zu denken und Landwirtinnen und Landwirten ein lebenslanges Lernen in allen Bereichen ihrer beruflichen Aufgaben zu ermöglichen“, so Räpple. Weiterhin fordert der BLHV eine bessere Förderung junger Landwirtinnen und Landwirte: „Nur bei einem Drittel der Betriebe in Baden-Württemberg ist die Hofnachfolge gesichert. Grün-Schwarz muss dafür Sorge tragen, dass junge Landwirtinnen und Landwirte sich in Baden-Württemberg niederlassen, Betriebe übernehmen und erfolgreich weiterentwickeln. Dafür müssen Förderprogramme angepasst und die Ausbildung attraktiver gestaltet werden. Auch Quereinsteigern sollte die Übernahme von landwirtschaftlichen Betrieben durch Beratung und Förderung erleichtert werden“, fordert Räpple.

Lebensmittel wertorientiert vermarkten

Bei der Vermarktung von heimischen Lebensmitteln hebt der BLHV hervor, dass der Absatz und die Wertschöpfung in der Verarbeitung von heimischen Lebensmitteln noch nicht die Erwartungen der Landwirtinnen und Landwirte erfülle und fordert eine wertorientierte Markenstrategie für heimische Lebensmittel unter Einbindung des Lebensmitteleinzelhandels. „Dabei muss auch das verarbeitende Gewerbe berücksichtigt und mit Blick auf die eher kleinteilige Anbau- sowie Erzeugerstruktur in Südbaden zielführend gefördert werden“, ergänzt Räpple.

Bildpräsentation: Die Sieben Eckpunkte des BLHV für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Pressemitteilung und Forderungspapier hier downloaden.

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