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Kommentar: Verschiedene Fachgebiete müssen zusammen arbeiten

Die Tagung der Oberrheinkonferenz zum Thema  Landwirtschaft im Klimawandel hat uns nicht nur deutlich gemacht, dass wir nicht nur die Grenzen der Länder überschreiten müssen, um  zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.

Es sind auch die Grenzen der wissenschaftlichen Disziplinen, die durchbrochen werden müssen. Denn das Wertvolle der Tagung waren nicht nur die einzelnen Experten, die aus ihren Fachbereichen berichtet haben, sondern die Synergien, welche im Austausch der Erkenntnisse entstanden.

Ein Beispiel, das hier besonders hervorsticht, ist die Agri-Photovoltaik. Hier trifft Ingenieursarbeit auf Agrarwissenschaften, Solartechnologie und Energiewirtschaft. Keiner der Sektoren wäre alleine dazu in der Lage, die Agri-Photovoltaik weiterzuentwickeln – der Fortschritt kann nur im gemeinsamen Arbeiten gelingen. Für Landwirtinnen und Landwirte, die ihren Betrieb als lebenden Organismus sehen, ist das Zusammenführen von verschiedenen Fachgebieten Alltag. Selbst ein spezialisierter Marktfruchtbetrieb bringt Technologie, Pflanzen- und Bodenkunde, Ökologie sowie Betriebswirtschaft und vieles mehr unter einen Hut.

Will die Wissenschaft und mit ihr die Politik die Landwirtschaft in der Klimaanpassung begleiten, so müssen sie ihre eigenen sektoralen Grenzen durchbrechen und ganzheitliche Lösungen anbieten. Das heißt vor allem den Austausch fördern, sei es in Fachgesprächen oder indem man sich nicht nur auf seine Zuständigkeit beschränkt, die zum Beispiel einer Behörde kraft Definition zugewiesen wird.  

Elsner

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