News Verbandsarbeit

Kommunikation und Einfluss optimieren

Der BLHV-Vorstand traf sich am 21. April zu einer Klausurtagung im Kultur- und Bürgerhaus Denzlingen. Referiert und in Gruppen gearbeitet wurde zu  Themen wie Einflussnahmemöglichkeit von Verbänden, innerverbandliche Kommunikation und Fachausschussarbeit. 

Das Fazit vorweggenommen: Obwohl manche nicht an der Vorstandsklausur teilnahmen – sicher auch dem strahlenden Sonnenschein an dem Tag geschuldet –, war es eine gelungene Veranstaltung. Die Arbeitsintensität war hoch, die Ergebnisse konnten sich sehen lassen, die Stimmung war gut. Förmlich zu spüren war die Lust, sich mit Berufskolleginnen und Kollegen aus ganz Südbaden nach den Corona-Einschränkungen mal wieder persönlich auszutauschen.  Zumal seit  der Reform des BLHV dessen Vorstand alle Kreisvorsitzenden einschließt.  Das Führungsgremium des BLHV ist nicht nur deutlich größer geworden, sondern in dieser Zusammensetzung noch neu. BLHV-Präsident Bernhard Bolkart berichtete eingangs über BLHV-Aktivitäten der vergangenen Monate und vor allem über das Treffen der Präsidien von BLHV und LBV am Tag zuvor in Freiburg. Er wertete dieses als „sehr locker und tiefgehend zugleich“. So werde es beispielsweise einen Präsidentenbrief beider Verbände geben zum Thema Bildung mit gemeinsamen Standortforderungen. Zum Ukraine-Krieg betonte Bolkart die Bereitschaft des Berufsstandes im ganzen Land, „Verantwortung zu übernehmen“. Bei der Diskussion um Produktion und Umwelt/Klimaschutz in diesem Zusammenhang gilt für ihn „Sowohl als auch“ statt „Entweder oder“.

Wie Einfluss nehmen?

Melanie Mennicke, selbst Vorstandsmitglied, referierte sodann zum Einstieg in die inhaltliche Arbeit des Tages darüber, wie Verbände Einfluss nehmen können. Sie fasste Teile ihrer Bachelorarbeit an der Uni Hohenheim zum Thema Lobbying auf EU-Ebene zusammen. Das Wort  Einflussnahme wählte sie eingangs deshalb, weil Lobbying in Deutschland eher negativ besetzt sei, im Gegensatz zum Beispiel zu den USA. Mennicke unterschied zwischen präventivem, proaktivem und reaktivem Lobbying. Sie stellte fest, dass nach ihrem Dafürhalten der BLHV derzeit eher reaktiv unterwegs sei. Das wiederum relativierte  Michael Nödl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BLHV, in der Diskussion: „Präventives Lobbying ist ganz wichtig und für uns Alltag geworden – siehe Forstreform“, betonte er und schob den Nachteil von reaktivem Lobbying aus seiner Sicht hinterher: „Wenn die Gesetzentwürfe da sind, ist die Messe gesungen.“  

Landesbauerntag mit Kretschmann

Gruppenarbeit an Thementischen mit rollierender Besetzung stand im weiteren Verlauf der Klausurtagung an. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin befasste sich also im Verlauf des Tages mit allen Themen, die da waren:

  • innerverbandliche Kommunikation
  • Fachausschussarbeit
  • Vorbereitung des Landesbauerntages 2022 mit dem Thema Ernährungssouveränität

Zum Landesbauerntag 2022 wurde schon bekanntgegeben, dass er am Nachmittag des 24. September in Döggingen stattfindet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird als Gast und Hauptredner erwartet. Das politische Fachthema Ernährungssouveränität soll mit attraktiv gestalteten Stellwänden und einer Podiumsdiskussion zur Geltung kommen. „Ein lebendiger Bauerntag“ wurde als Ziel formuliert. Bei der internen Kommunikation will man auf alle Instrumente bauen von der gedruckten BBZ bis zu den Möglichkeiten der digitalen Medien. Der schnelle  Informationsfluss soll weiterentwickelt werden. Ein weiterer von drei Thementischen der Vorstandsklausur widmete sich ausschließlich der Arbeit in den Fachausschüssen. Die Ausschussarbeit wird von den Vorstandsmitgliedern als sehr wichtig angesehen: für die Themenfindung, die inhaltliche Diskussion und für das Treffen und den Austausch von Bäuerinnen und Bauern aus ganz Südbaden in einem Gremium. Das ergaben die Beiträge dazu ganz klar.

Walter Eberenz

Consent Management Platform von Real Cookie Banner